1. Ein schlichtes "Ja" oder "Nein" zum Bürgerhaus hätte gereicht

    Ortsratsmitglied Dietmar Vogt rügt suggestive Fragestellung auf Stimmkarte der Bürgerbefragung

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Er kritisiert, dass die Antwortmöglichkeiten suggestiv auf den Anbau an das Feuerwehrhaus hinarbeiten und es nicht objektiv um die Frage geht: "Wollen die Uchtdorfer Bürger einen solchen Anbau oder wollen sie es nicht!" Seiner Meinung nach hätte ein schlichtes "Ja" oder "Nein" zu einem Anbau ausgereicht. Unterstützung erhielt Vogt von der Rintelner WGS, die von machtpolitischer Manipulation sprach, um Versprechen gegenüber Genossen einhalten zu können. Die Stadt ging in ihrer Beschreibung der Situation weiter, als es Vogt und die WGS begrüßen. Die verschickte "Stimmkarte für die Befragung der wahlberechtigten Bürger in Uchtdorf" weist nach Ansicht von Vogt einige fragwürdige Merkmale auf. So werde auf ein beiliegendes Info-Blatt verwiesen und Jahreskosten werden ausgewiesen, die nach Ansicht von Vogt so nicht stimmig sind. Außerdem werde nicht auf die Baukosten hingewiesen, die für die Stadt Rinteln rund 207.000 Euro betragen. Außerdem, so die Kritik von Vogt, werde das Angebot des "Tannenhof" schlecht gerechnet. Dabei könnte man allein mit den Baukosten den Tannenhof für die nächsten 34 Jahre anmieten, ohne die laufenden Kosten des Neubaus zu berechnen. Darüber hinaus gebe es in Uchtdorf noch eine weitere Gaststätte, das "Bauernstübchen", und auch ein Weiterbetrieb des alten DGH ohne eine aufwändige Sanierung wäre ein Denkmodell, dass in der Befragung nicht zum Zuge komme. Sollte das jetzige DGH, wie der Arbeitskreis Denkmalschutz gerade prüfen lässt, unter Denkmalschutz gestellt werden, hat die Stadt das Gebäude ohnehin "am Bein", wie Dietmar Vogt prophezeit. Vogt fordert daher, die begonnene Befragung nicht auszuwerten wird und erneut gemäß dem Ratsbeschluss eine einfache Frage zu stellen: "Möchten Sie, dass in Uchtdorf ein neues Bürgerhaus als Anbau an das Feuerwehrgerätehaus im Ellerbruch 2 errichtet wird? /Ja/ oder /Nein/". Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz ließ nicht lange warten mit der Antwort. Die Instandsetzung des bisherigen Dorfgemeinschaftshauses würde geschätzte 490.000 Euro kosten und ist bereits vom Verwaltungsausschuss der Stadt Rinteln abgelehnt, es sei denn, es fände sich ein Trägerverein, der diese Räume dann zur Bewirtschaftung übernehmen würde. Das sei jedoch bislang nicht der Fall. Die erheblich preisgünstigere Alternative sei der geplante Anbau an das Feuerwehrhaus, für den sich bereits ein Trägerverein zur künftigen Bewirtschaftung gefunden habe. Die Kosten für die Anmietung des Tannenhofs seien auf Wunsch des Verwaltungsausschusses mit in die Fragestellung der Bürgerbefragung aufgenommen worden und ein weiteres Angebot der zweiten Gastwirtschaft läge der Stadt nicht vor. Die auf dem Befragungsbogen enthaltenen Informationen zur Abstimmung seien somit korrekt und die Bürgerbefragung werde fortgeführt. Die Auswertung findet am 19. Juni im Dorfgemeinschaftshaus Uchtdorf statt.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an