RIEHE (Ka). Der Kreisverband-Landfrauenverein Schaumburg unter dem Vorsitz von Rosemarie Schweer traf sich im Landgasthaus Fischer, um die diesjährige Jahreshauptversammlung abzuhalten. Im Mittelpunkt der Tagesordnung standen die Neuwahlen des Vorstandes, die Anhebung der Aufwandsentschädigungen und ein Bericht aus der Landwirtschaft von Heinz Schweer. Nach 12 Jahren legte Rosemarie Schweer ihr Amt als 1. Kreisvorsitzende nieder und dankte den Vorstandskolleginnen für das gute Miteinander und die Unterstützung. Sie gratulierte ihrer einstimmig gewählten Nachfolgerin Marlies Hasemann zu der arbeitsintensiven aber auch Freude bringenden Funktion und weiß mit ihr eine gute Besetzung. Hasemann ist seit 16 Jahren Landfrauen-Mitglied. Zu Stellvertreterinnen wurde erneut Elisabeth Brunkhorst, die im Kreis- und Landesverband keine Unbekannte ist, und neu Silvia Bachmann für die scheidende Gesa Radler gewählt. Auch Schriftführerin Susanne Rust legte ihr Amt nach 4-jähriger Tätigkeit nieder, welches nun mit dem Neumitglied Annegret Moltan besetzt wurde. Ulrike Brunkhorst überlässt Cornelia Vauth die Kasse und als Beisitzerin fungiert ab sofort Christina Konerding. Zu der neuen Vorstands-Konstellation wurde zugleich auch die Höhe der jährlichen Aufwandsentschädigungen mit unterschiedlichen Stellungnahmen der Delegierten beschlossen. Die Summe belief sich bis dato auf 900 Euro und wurde mit zwei Gegenstimmen und bei zwei Enthaltungen auf 1.500 Euro erhöht. Der Beschluss wurde aufgrund zunehmenden Arbeitsaufwandes, der hohen und unterschiedlichen Aktivitäten in den Vorstandsreihen und dem neuen Beisitzer-Amt gefasst. Die Verteilung der Gelder erfolgt nach interner Absprache ohne feste Budgetierung. Landwirt Heinz Schweer berichtete in informativer Manier, wie in Schaumburg der Weizen wächst und nicht, wie in China ein Sack Reis umfällt. Er ging auf die 600 landwirtschaftlichen Betriebe, darunter ca. 300 Vollerwerbs-Betriebe, in Schaumburg ein und bezifferte in Hektar Ackerland und Grünflächen. Als größter Posten wurde Weizen benannt. Ihm folgen Raps, Gerste, Zuckerrüben und Mais. Die Biogasanlage war ebenso Thema, wie die Dünge-Bilanz, Stallgrößen, das Bundesimmissionsgesetz (BIMS), die Geruchsimmissionsrichtlinien (GIRL) und die landwirtschaftlichen Prognosen. Schweer unterstrich abschließend - über Schaumburgs und Chinas Grenzen hinweg, dass der Hunger in der Welt seinen Einschätzungen nach, keine Frage der Produktion, sondern der Verteilung ist. Rosemarie und Heinz Schweer genießen in wenigen Wochen gemeinsam ihren Ruhestand.
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