1. Aufwendige Handarbeit bringt das Prachtexemplar zum Stehen

    Maibaum hat eigenen Ständer / Bürger in Helsinghausen feiern Pfingsten

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    HELSINGHAUSEN (Ka). Was einst die Germanen ins Leben gerufen haben, um böse Geister fernzuhalten oder jüngst in der Geschichte unverheiratete Männer aufstellten, um holde Jungfrauen zu erobern, hält heute nur noch bedingt seinen Brauchtum. Es mag daran liegen, dass böse Geister, wie auch Jungfrauen nur noch sehr selten anzutreffen sind.

    Der "Maibaum" steht seit Jahren im Rampenlicht einer guten Dorfgemeinschaft, die auch in Helsinghausen zelebriert und gepflegt wird. Traditionell erfolgt das Einholen und Aufstellen einer Birke zu Pfingsten zu Ehren der Landwirtschaft und dafür machen sich starke Mannen auf den Weg.

    Es ist und bleibt in erster Linie eine Männerdomäne, denn das Vorhaben ist ein aufwendiges und körperlich schweres Unterfangen. Rund dreißig Teilnehmer mobilisierten sich und Trecker nebst Anhänger, Sägen und Äxte, um den Brauch zu sichern. Die Herren schienen bei der Wahl des Baumes wählerisch, denn die Birke sollte vom besten Wuchs und mit einer außergewöhnlichen Höhe bestückt sein. Der Transport erfolgte standesgemäß für die Birke trocken liegend und für die durstigen Helfer sitzend mit Hopfenkaltschalen in den Händen. Auf Schweers Hof warteten Helsinghausen und Gäste auf die Ankunft der Delegation und wusste mit der Wartezeit kulinarisch viel anzufangen. Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Thorsten Koch, schwang die Grillzange und verstand die hungrigen Münder mit Spezialitäten zu stopfen. Beinahe routiniert wurde die Birke ihrer Bestimmung zugeführt. Ein eigens angefertigter Baumständer aus dem Hause Konrad Wehrhahn verschlang den Stamm und schenkte ihm nach einer 30 minütigen Aufstell-Aktion den nötigen Halt.

    Foto: ka

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