RINTELN (ste). Allen Bürgerprotesten zum Trotz hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Rinteln der probeweise Öffnung der Schranke an der Dauestraße zugestimmt. Sechs VA-Mitglieder votierten dafür, zwei dagegen, ein Enthaltung gab es. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz machte keinen Hehl aus seiner Meinung: "Ich war gegen eine Öffnung!" Man könne Verkehrsprobleme nicht mit Neiddebatten zwischen östlicher Altstadt und westlichem Wohnquartier lösen. Eine Absage erteilte er auch einem neuen Verkehrsgutachten: "Solange wir keinen Auftrag aus der Politik erhalten, gibt es kein neues Gutachten!" Das derzeit noch gültige Verkehrsgutachten habe weiterhin Bestand und der darin enthaltene Drei-Stufen-Plan sei bislang nicht umgesetzt worden. Damit eine mögliche Änderung der Verkehrsflüsse beobachtet werden kann, werden derzeit Zählungen in der Drift und Dauestraße durchgeführt. Nach einem halben Jahr soll es dann einen Zwischenbericht geben und nach einem Jahr wird neu entschieden, ob die Schranke dauerhaft geöffnet bleibt, oder wieder geschlossen wird. Daneben sollen Verhandlungen mit Busunternehmen geführt werden, welche Fahrten gegebenenfalls über die Umgehungsstraße und nicht mehr durch die Drift gefahren werden können. Bürger, die eine Rückerstattung ihres gezahlten Geldes für die Schrankenkarte verlangen, wird auf Antrag unbürokratisch das Geld vom Ordnungsamt rücküberwiesen.
Bis zum 1. Juni sollen alle Vorarbeiten abgeschlossen sein, so dass ab diesem Zeitpunkt die Schranke geöffnet werden kann.
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