1. Kinderschutzbund ist weiterhin von vielen großzügigen Spenden abhängig

    Jahreshauptversammlung trotzdem mit positiver Bilanz / Budget vorerst als Vorsichtsmaßnahme gekürzt

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    RINTELN (km). Bei der Jahreshauptversammlung des Kinderschutzbundes konnte Vorsitzende Petra Rabbe-Hartinger jetzt eine positive Bilanz ziehen. Zwar wurde das Budget für das laufende Jahr um fast 15 Prozent gekürzt - das sei aber lediglich eine Vorsichtsmaßnahme, so Petra Rabbe-Hartinger, da sich der Verein nach wie vor überwiegend aus Spende finanziere.

    Die fließen freilich in mehr als relativer Stabilität in die Kasse, so dass der Kinderschutzbund in den vergangenen Jahren seine Aktivitäten nicht nur konsolidieren, sondern stetig auch erweitern könnte. Den Haushalt von knapp 220.000 Euro ordnete der erste Stadtrat Jörg Schröder fast in den Bereich eines mittelständigen Unternehmens ein.

    Beim Kassenbericht galt der besondere Dank der Vorsitzenden Jutta Niederbracht, die den Mitgliedern die Zahlen von Schatzmeister Uwe Depping erläuterte. Uwe Depping hatte bereits im Vorfeld seinen Rückzug aus dem arbeitsintensiven Amt angekündigt. Als Nachfolgerin wählte das Planum Claudia Bloch.

    In ihrem Jahresbericht zählte Petra Rabbe-Hartinger noch einmal

    die verschiedene Arbeitsschwerpunkte auf: Zum einen die großen und wichtigen Projekte wie die Spiel- und Lernstube, die Flohkiste, das Familienpatenprojekt und die Familienberatung, sowie zum anderen die Kursangebote und Treffs wie "Starke Eltern- starke Kinder", die Pekip-Kurse, die Kochkursee für junge Mütter, den Treff türkischer Mütter mit ihren Kindern sowie die Angebote für Eltern mit kleinem Geldbeutel wie die Kleiderkiste.

    Aktiv ist der Kinderschutzbund darüber hinaus in Netzwerken: Beim "Runden Tisch - frühe Hilfen" Rinteln und Schaumburg oder in Kooperation mit dem Familienbüro. Dazu kommen die großen Sonderveranstaltunge wie die Kinderschutzpreisverleihung, die Show mit dem Hundepsychologen Martin Rütter oder das Sonnenblumenfest.

    Und zu guter Letzt mit seiner Öffentlichkeitsarbeit: beispielsweise mit Aktionen zum Tag der offenen Tür im Industriegebiet, Plakataktion gegen Gewalt an Kindern, "Hand in Hand für Norddeutschland", "Ran an den Herd", Weltkindertag oder Publikationen zum Thema "Recht auf gewaltfreie Erziehung" wirbt der Kinderschutzbund für weitere Spender.

    Das wichtigste Projekt im Programm ist nach wie vor die Spiel- und Lernstube, die im vergangenen Jahr ihren zehnten Geburtstag feiern konnte. Fünf Mitarbeiterinnen, Hausaufgabenkräfte und Praktikanten kümmern sich um die Kinder. An der bewährten Organisation und Struktur, so Petra Rabbe-Hartinger, habe sich nichts geändert. Besonders hob die Vorsitzende die Funktion der Praktikanten hervor. Die seien - männlich oder weiblich - allesamt "eine Bereicherung und Hilfe, aber man muss sich auch um sie kümmern, was wir gerne tun". Besonders begrüßt werden konnte mit Julia Brockhage eine Praktikantin, die ab Juni eine erst unlängst bewilligte "Buftistelle" bekleiden wird.

    Zu den mittlerweile bereits traditionellen Events zählt Petra Rabbe-Hartinger die Ferienfreizeit in Otterndorf, die zuletzt bereits zum siebten Ma1 durchgeführt wurde - für viele Kinder sei das die einzige Ferienreise im Jahr. Unterstützt wurde die Maßnahme übrigens durch eine Spende des Ortsrates.

    Zu den besonderen Angeboten im "Pool" der Kinderschutzbundes zählt seit einiger Zeit die Reittherapie, an der im letzten Jahr Kinder teilgenommen haben. Zwei Mal pro Woche fahren jeweils vier Kinder nach den Hausaufgaben auf den Hof von Martina Platen. "Dieses besondere Angebot können wir unseren Kindern nur bieten," erinnerte Petra Rabbe-Hartinger, "weil es von der Bürgerstiftung seit zwei Jahren finanziell unterstützt wird, aber auch durch die Firma Eggersmann mit Futtermitteln und auch Martina Platen und Johannes Hover, die die Pferde unterstellen und versorgen."

    Zu den weiteren Eckpfeilern im Angebot des Kinderschutzbundes zählt die Flohkiste, ein Angebot für unter Dreijährige, das im letzen Jahr besonders gut frequentiert war. Das Besondere an der Krippe, so die Vorsitzende, sei das Vorhalten von Jugendamtsplätzen in jeder Gruppe. -

    Das in Kooperation mit der Stadt Rinteln betriebene Familienbüro sei in den drei Jahren seines Bestehens bereits zu einer Institution geworden, und vor allem auch das von Albrecht Scheffer gemanagte Familienpatenprojekt habe sich zu einem Erfolgsmodell gemausert. Dazu Petra Rabbe-Hartinger: "Das ist ein riesengroßes Plus für alle Rintelner Familien, die Unterstützung brauchen." Für die nächsten fünf Jahre werde das Projekt mit einem Zuschuss durch Landesmittel, durch 30.000 Euro vom Landkreis, durch Gelder der Klosterkammer und der Bürgerstiftung finanziert. -

    Für das laufende Jahr hat der Kinderschutzbund noch einige kleine Wünsche auf dem Zettel: "Die Räume in der oberen Etage und einen Anstrich im Treppenhaus - wir helfen auch mit - und weiterhin ein volles Haus mit gut besuchten Angeboten," formulierte Petra Rabbe Hartinger. Außerdem soll der von der Nikolai-Gemeinde erworbene Bulli neu beschriftet werden und Flyer und Imagebroschüre überarbeitet werden.Foto: km

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