LANDKREIS (em). Die Arbeitslosenquote für den gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Hameln ist gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent gesunken. Niedersachsenweit beträgt die Quote 6,7 Prozent. Im Vergleich zu April 2011 sind 556 weniger Menschen bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern arbeitslos gemeldet (- 3,3 Prozent). Insgesamt sind derzeit 16259 Menschen im Bezirk arbeitslos. Die Höhe der Arbeitslosigkeit bleibt damit unter dem Vorjahresniveau.
In Schaumburg sind derzeit 6314 Menschen ohne Arbeit, 1781 im Bereich der Agentur in Rinteln und 4533 im Bereich der Agentur in Stadthagen. Die Arbeitslosenquote im Bereich Rinteln beträgt 9,1 Prozent, im Bereich Stadthagen 7,6 Prozent.
Insgesamt wurden 948 offene Stellen im April gemeldet, 152 weniger als im Vormonat. Seit Jahresbeginn wurden 3674 offene Stellen gemeldet, insgesamt 214 weniger als im Vorjahreszeitraum (-5,5 Prozent). Eine Ursache hierfür ist, dass der erhöhte Personalbedarf der Wirtschaft nach dem Konjunktureinbruch zwischenzeitlich gedeckt ist und der Höhepunkt der Nachfrage überschritten zu sein scheint. Die Nachfrage bewegt sich jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau. "Dass von den Saisonschwankungen die marktnäheren Kunden der Arbeitsagenturen profitieren, ist normal. Bei einer anhaltenden Belebung des Arbeitsmarktes müssen aber auch die bei den Jobcentern arbeitslos gemeldeten Menschen verstärkt daran teilhaben", kommentiert Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Hameln die aktuellen Zahlen. "Wenn Arbeitskräfte gebraucht werden, müssen bei der Auswahl mehr die Potentiale der Bewerber und weniger die Formalqualifikationen im Vordergrund stehen." Von Oktober 2011 bis April 2012 wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern bisher 1999 Ausbildungsstellen gemeldet, 34 weniger als im vergangenen Jahr (-1,7 Prozent). Die Zahl der Jugendlichen, die sich auf der Suche nach einer Lehrstelle bei der Berufsberatung als Bewerber gemeldet haben, hat sich trotz rückläufiger Schülerabgangszahlen gegenüber dem Vorjahr um 342 auf 2851 erhöht (+13,6 Prozent). Einige sind Bewerber, die sich wegen fehlender Ausbildungschancen in den vergangenen Jahren in berufsvorbereitenden Maßnahmen oder weiterführenden Schulen weiter entwickelt haben. Unter den Bewerbern sind auch Schulabgänger aus dem doppelten Abiturjahrgang 2011, die das vergangene Jahr zunächst überbrückt haben. Im April waren noch 1151 Lehrstellen unbesetzt, dem standen 1.545 Jugendliche gegenüber, die noch eine Ausbildungsstelle suchten.