1. Großwerbetafeln verhindern

    Ortsbürgermeister ärgert sich über die Verwaltung

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    RINTELN (ste). Der Bauausschuss war sich einig. Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob und wie großflächige Werbeanlagen künftig rechtssicher verhindert werden können. "Da kräuseln sich mir die Nackenhaare", bekannte Engerns Ortsbürgermeister Dieter Horn. Er sah sich morgens auf dem Weg zur Arbeit plötzlich einer großen Werbetafel in der Ortsdurchfahrt ausgesetzt und fragte sich: "Warum hat die Verwaltung mich nicht vorher informiert?"

    In ungewohnt deutlichen Worten forderte er von der Verwaltung einen "Arsch in der Hose", damit solche Bauvorhaben künftig weitgehend verhindert werden können. "Ich habe mich so geärgert, dass ich nachts um 2 Uhr noch eine Mail an den Bürgermeister geschrieben habe", so Horn. Auf den Plan des Bauauschusses hatte Dr. Gert Armin Neuhäuser von der WGS die Frage des Erlasses einer neuen Satzung zur Steuerung großflächiger Werbeanlagen im Gebiet der Stadt Rinteln gebracht. Der sah in den bereits vorhandenen Tafeln in Steinbergen und Engern auch aus der Sicht der Verkehrssicherheit Gefahren. "Das lenkt einfach ab!" Viele Gemeinden würden den Bau solcher Werbeanlagen in Satzungen regeln und auch Rinteln und die Ortsteile müssten sich fragen: "Wollen wir das?" Solche Anlagen passten einfach nicht zur Programmen wie etwa der Dorferneuerung. Eine Satzung für das gesamte Stadtgebiet sah Nina Weißer (Grüne) als nicht zulässig an. Konkret müsse man sich entschieden, für welche Ortsteile und welche Gebiete man diese Satzung erlassen wolle: "Ich will außerdem wissen, welche Kosten dabei für die Stadt entstehen", forderte sie. 14 Anträge für weitere Werbeanlagen liegen der Stadt bereits vor und nicht überall, so Koch, könne man den Bau verhindern. Der Ausschuss entschied einstimmig, dass die Verwaltung - anders als von ihr selbst vorgeschlagen - doch die rechtlichen Möglichkeiten für eine solche Satzung erarbeiten soll.Foto: ste

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