1. CDU: Bürger wollten keine Veränderung

    Joachim Runkel über Wahlausgang enttäuscht / Kandidaten für Landtagswahl stellen sich und ihre Ziele vor

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    SUTHFELD (pd). Der CDU-Ortsverband Suthfeld hat im Gasthaus "Hattendorf" seine Jahreshauptversammlung abgehalten. Wahlen standen nicht an, dafür aber eine kurze "Abrechnung" des 1. Vorsitzenden über den Ausgang der Kommunalwahlen im vergangenen Herbst. Vor dem Hintergrund zahlreicher ungeklärter Fragen in Bezug auf den Ausbau eines überörtlichen Verbindungsweges nach Bad Nenndorf konnte sich Joachim Runkel einige kritische Randbemerkungen nicht verkneifen. "Allem Anschein nach ist die Mehrheit der Bürger mit der derzeitigen Situation zufrieden", so die Einschätzung Runkels.

    Wie mehrfach geschildert, gibt es heftige Proteste von betroffenen Anliegern im Bereich Sölvienstraße, die sich wegen der "Maisbomber" belästigt fühlen. Im Gegensatz zur SPD, die die Stimmenmehrheit im Suthfelder Gemeinderat hält, hatte sich die CDU im Zuge des Kommunalwahlkampfes klar für den Ausbau eines Verbindungsweges und die damit verbundene Kostenbeteiligung ausgesprochen. "Die Wahlen sind für uns enttäuschend verlaufen", konstatierte Runkel vor der kleinen Runde. Anstatt für ihren Vorstoß "Pro-Verbindungsweg" mit Wählerstimmen belohnt zu werden, sei am Ende alles beim Alten geblieben. "Die Mehrheit der Suthfelder hat sich für keine Veränderung der Situation ausgesprochen. Dann kann ich denen auch nicht helfen", so der 1. Vorsitzende weiter. Nach seiner Einschätzung sei es notwendig, weiter sachorientiert an einer Lösung zu arbeiten. "Die wird aber immer teurer werden", zeigt sich Runkel überzeugt.

    In den Rat von Suthfeld gewählt wurden neben Runkel auch Friedrich Frevert, Daniel Hilbig und Sabine Rentel. Dem CDU-Ortsverband gehören aktuell 23 Mitglieder an. Trotz einer guten Arbeit in der Fraktion sei es schwer, bei den aktuellen Mehrheitsverhältnissen viel zu bewegen, musste Runkel einräumen.

    Christel Oberheide aus Rodenberg und Mike Schmidt aus Auhagen nutzten die Versammlung, ihre Biografien und ihre politischen Ziele vorzustellen. Beide bewerben sich um die Kandidatur für die im Januar 2013 stattfindenden Landtagswahlen. Per Urwahl sollen die CDU-Mitglieder in Schaumburg am 26. Juni 2012 ihre Stimme für die oder den Kandidaten abgeben. In Kreuzriehe sprachen Oberheide und Schmidt über demografischen Wandel, Stärkung des ländlichen Raumes, Schuldenlasten, Innere Sicherheit und Wirtschaftsförderung. Nach ihren Ausführungen hatten die Zuhörer die Möglichkeit, mit beiden ausführlich ins Gespräch zu kommen. Foto: pd

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an