1. Weiter Widerstand gegen die Windkraft angekündigt

    Bürgerinitiative erwägt Klagen zu Mindestabständen

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    DECKBERGEN (ste). Die Bürgerinitiative gegen Windräder im Wesertal teilte jetzt in einem Schreiben an den Landkreis Schaumburg mit, dass sich gegen die geplanten zusätzlichen Windräder in der Gemarkung Deckbergen bereits ein starker Widerstand formiert. So haben sich mehr als 25 betroffene Anwohnerinnen und Anwohner jeweils mit schriftlichen Anträgen an den Landkreis als zuständige Genehmigungsbehörde gewandt. Mit den Anträgen wird der Landkreis verpflichtet, jeden Antragsteller über den Fortgang des Genehmigungsverfahrens - also Ablehnung oder Genehmigung der Windräder - schriftlich zu informieren.

    Gleichzeitig haben alle Antragsteller dem Landkreis unisono angekündigt, bei der Unterschreitung eines Mindestabstandes von 800 Metern zu ihren Wohngrundstücken ein Widerspruchsverfahren anstrengen zu wollen. "Festzuhalten bleibt", so Antje und Britta Rinne für die BI, "dass Windräder - insbesondere an Standorten mit derart schlechten Windverhältnissen wie denen des Schaumburger Wesertals - ausschließlich teuren Zufallsstrom erzeugen. Die geplanten Anlagen könnten keinen einzigen Privathaushalt und auch keinen einzigen Gewerbebetrieb rund um die Uhr zuverlässig mit Strom versorgen", so Rinne.

    Trotzdem würden von den Investoren munter neue Windräder im Wesertal geplant. Das Bundesnaturschutzgesetz verlange jedoch, Eigenart, Vielfalt und Schönheit der Landschaft auf Dauer zu schützen und zu sichern. Vogelschutz, Tierschutz und letztlich auch Menschenschutz verkommen ihrer Meinung nach aber angesichts dieser irrwitzigen Planungen, die ausschließlich auf Subventionsabschöpfung und nicht auf dem vielbeschworenen effizienten, ressourcenschonenden und nachhaltigem Einsatz der Windenergie basieren, zu lästigen und allenfalls ärgerlichen Belanglosigkeiten.

    Das Gemeinwohl, dem alle beteiligten Entscheidungsträger verpflichtet seien, bleibe dabei auf der Strecke. "Auch im Wesertal gibt es nur ganz wenige Nutznießer der Windenergie, beispielsweise ortsfremde Investoren und die beteiligten Grundstückseigentümer, die für sehr stattliche Pacht ihr Land zur Verfügung stellen", kritisieren die Sprecherinnen der BI. Die Mehrkosten des Ökostroms würden jedoch unverdrossen auf alle Stromkunden umgelegt und von diesen zwangsweise mit der Stromrechnung bezahlt. So werde täglich umverteilt, von vielen Menschen mit geringen Einkommen zu denen, die sich Investitionen in Windräder leisten könnten. Eine solche Investition oder Landhergabe sollte jedoch wohl überlegt sein, denn sie bringe zum Ausdruck, wofür man stehe: "An Standorten wie dem Schaumburger Wesertal richtet die Windenergie jedenfalls maximalen Schaden bei minimalem Nutzen an", so die Meinung von Rinne.

    Foto: ste

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