BAD NENNDORF (pd). Der niedersächsische Innenminister hat sich am Montag Abend in der voll besetzten Wandelhalle den Fragen vom Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt" und Bürgern gestellt. Mit in der engagierten Fragerunde auf dem Podium saßen auch der anerkannte Politikwissenschaftler Prof. Joachim Perels und der Journalist Andreas Speit sowie Bürgermeisterin Gudrun Olk und Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese. Alles drehte sich an dem Abend um die Frage "Nazi-Aufmärsche und kein Ende?" Uwe Schünemann (CDU) konnte den Zuhörern am Ende kaum Hoffnung auf ein baldiges Ende der so genannten "Trauermärsche" der Neonazis machen. Er beglückwünschte das Bündnis für den engagiert geführten Widerstand gegen den jährlichen Auftritt von Nazis in der Kurstadt und ermunterte alle, in dem Sinne auch weiterhin friedlich dagegen anzugehen. Eine Stunde vor Beginn der Diskussionsrunde war der Innenminister von der Bürgermeisterin offiziell empfangen worden. Aus Hannover mitgekommen war auch der Präsident des niedersächsischen Verfassungsschutzes, Hans-Werner Wargel. Bevor sich der Innenminister den Fragen der anderen Diskussionsteilnehmer stellte, schrieb er sich in das Goldene Buch der Stadt Bad Nenndorf ein. Auch bei seinem Eintrag bezeichnete der Minister das gemeinschaftliche Engagement gegen Rechtsextremismus als "vorbildlich". Mit dem Widerstand gegen die "Trauermärsche" habe das Bündnis "Maßstäbe gesetzt, vielen Dank dafür". Hoffnung darauf, die Nazi-Märsche Anfang August zu stoppen, konnte Schünemann indes nicht machen. Lesen Sie weiter im Innenteil dieser Ausgabe.
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Kaum Chance auf Stopp der Märsche
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