1. Nummer 60 fällt plötzlich tot um

    Drama um Hahn bei Wettkrähen-Veranstaltung / Kundgebung der Geflügelzüchter am Weserufer

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Bei traumhaftem Maiwetter konnte sich Organisationleiter Wolfgang Schaak wieder über eine gute Publikums-Resonanz freuen. Von der Kommission, die die Punkte für die fleißigsten Kräher zu vergeben hatte, war unterdessen über eine Stunde lang höchste Konzentration gefordert: Mit ihren Stiften notierten die Kampfrichter penibel die "Hits" der einzelnen Hähne.

    Zu den Lokalmatadoren hatten sich auch diesmal wieder Kandidaten von befreundeten Vereinen aus der Nachbarschaft gesellt - die am Ende allerdings dann doch nur ein wenig am Heimvorteil der Eisberger Kikirikis kratzen konnten.

    Einige der Aspiranten in der Schar verweigerten sich total und gaben keinen einzigen Mucks von sich. Dazu zählte auch ein gefiederter Zweibeiner der Enkel von Wolfgang Schaak. Die hätten aber schon vor dem Wettbewerb am frühen Morgen so einen Radau gemacht, analysierte der Organisations-Chef - dass das Pulver offenbar bereits vorzeitig verschossen gewesen sei. Überschattet wurde die in der Regel spaßige Veranstaltung von einem traurigen Zwischenfall. Hahn Nummer 60 gehörte zunächst auch zu denen, die nicht ein einziges Mal gekräht hatten. Und der Ärmste wird auch in Zukunft keinen Laut mehr von sich geben: Nachdem der Kandidat plötzlich umgefallen war, konnte der anwesende Tierarzt nur noch den Tod feststellen.

    Trotz aller Tragik musste es weitergehen. Am Ende hatten wieder einmal die gewieftesten Krakeeler dafür gesorgt, dass ihre "Herrchen" einige attraktive Pokale mit nach Hause nehmen konnten. Bei den großen Hähnen durfte sich Silke Meier freuen: Ihr Gockel gewann die Siegestrophäe. Bei den Zwerghähnen hatte der Starter von Dominik Backs den Schnabel vorn - vor dem Kandidaten von Kira Droste und Horst Breitenkamp (Bünde).

    Bei der separaten Wertung für die Jugend (Große Hähne) erwies sich der Starter von Niko Bonte als fleißigster Kräher. die Zuchtgemeinschaft Korff und Marcel Bonte. Den Pokal für die Zwerge durfte Vivien Zabel mit nach Haus nehmen. Auf dem zweiten Platz landete Dayna Zabel vor Niko Bonte.

    Und schließlich wurden auch die stolzesten Gockel gewürdigt - nämlich jene elf, die es kategorisch und konsequent abgelehnt hatten, auf Kommando zu krähen (während die anderen 50 auch nach dem Ende des Wettbewerbes ungebremst weiter für Alarm sorgten).

    Am Ende der gelungenen Veranstaltung versprachen Vorsitzender Günter Droste und Veranstaltungsleiter Wolfgang Schaak, dass auch in den nächsten Jahren weiterhin am ersten Mai gekräht werden soll. Foto: km

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an