1. Viele Autofahrer machen sich aus dem Staub

    Polizeiliche Aufklärungs-Quote steigt auf über 43 Prozent/ Vorfahrt-Missachtungen sind die häufigste Unfallursache

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    RINTELN (km). Genau 820 Verkehrsunfälle registrierte die Polizei im vergangenen Jahr in Rinteln und im Auetal. Das sind fast zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie die Hauptkommissare Steffen Arndt und Rolf Potthast jetzt bei der Präsentation der Unfallstatistik rekapitulierten. Besonders bedauerlich: Es gab dabei auch vier Todesfälle zu beklagen. 39 Beteiligte mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, und 147 Mal wurden leichte Verletzungen registriert

    Als Ursache für die meisten Unglücksfälle stellten die Experten Vorfahrt-Missachtungen fest (98 Fälle), gefolgt von unangepasster Geschwindigkeit (74), zu geringem Abstand (71) und Alkohol (25).

    Zudem gibt es einige Stellen, an denen es - zum Teil überraschenderweise - besonders häufig kracht: An der Einmündung der Steinberger Straße zur Umgehungsstraße (in Höhe der Grafensteiner Höhe) wurden allein elf Auffahrunfälle gezählt. Die Ursache dafür ist derzeit immer noch schleierhaft: "Wir wissen nicht, warum," so Steffen Arndt. Jetzt soll unter anderem geprüft werden, ob die Fahrbahnoberfläche möglicherweise besonders rutschig ist.

    Andere Unfall-Schwerpunkte könnten indessen entschärft werden, zum Beispiel die große Kreuzung in Steinbergen (B83/B238) sowie die Auffahrt von der Extertalstraße in Richtung Steinbergen. 126 Verkehrsunfälle wurden mit Beteiligung von Wild aufgenommen, wobei als Unfallorte mehrfach die Landesstraßen im Auetal zwischen Bernsen und Schoholtensen sowie die Kreisstraße 80 zwischen Möllenbeck und Krankenhagen genannt wurden. 17 Autofahrer schließlich landeten an einem Baum, was zumeist mit erheblichen Verletzungen verbunden war.

    Insgesamt 44 Verkehrsteilnehmer wurden im Jahr 2011 ihren Führerschein los - immerhin 31 Personen wegen Alkohol. Einen großen Posten in der Statistik machen nach wie vor die Verkehrsunfälle mit Verdunkelung aus: In 150 Fällen machten sich die Verursacher aus dem Staub, um sich der Verantwortung und der Begleichung des Schadens zu entziehen. Meistens ging es dabei um jene Beulen, die beinahe täglich beim Rangieren auf den Parkplätzen von Supermärkten entstehen - "Parkplatz-Rempler", so Rolf Potthast. Immerhin konnte zuletzt über 43 Prozent aller Fälle aufgeklärt werden, fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr. - Wie die statistischen Daten letztlich zu bewerten und interpretieren sind, da scheint in vielfacher Hinsicht Vorsicht geboten. Der sprunghafte Anstieg der Verkehrsunfälle (von 750 auf 820) etwa könnte schlicht ein "Ausrutscher" sein, so Steffen Arndt. - Und da, wo die absoluten Zahlen einfach zu gering sind, lassen sich praktisch gar keine Erkenntnisse gewinnen. Foto: km

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