HÜLSEDE (al). Die Hülseder SPD-Fraktion hat angeregt, das auch in anderen Bereichen der Samtgemeinde Rodenberg begonnene "Interessenbekundungsverfahren" auch auf die Hülseder Ortsteile auszudehnen. Die Folge könnte wachsendes Interesse von Netzanbietern sein, technische Lösungen anzubieten, begründet Sprecher Harald Schmidt.
Gegenstand des Verfahrens ist eine Befragung der Einwohner und Betriebe. Diese sollen erklären, welche Grad der Versorgung sie wünschen und wie viel ihnen dies an Gebühren wert sei. Ratsfrau Petra Kallwaß (CDU) begrüßte die Initiative: "Wir müssen für die Zukunft etwas schaffen."
Gemeindedirektor Uwe Heilmann warnte indes vor zu großem Optimismus. Untersuchungen für den Bereich Apelern hätten ergeben, dass bei gewünschter optimaler Versorgung die Gemeinde 140.000 Euro aus ihrem Etat beisteuern müsste: "Wer mehr will, muss halt mehr bezahlen." Deshalb sei es gut, die Bevölkerung zu fragen, von ihr aber auch die Antwort zu erhalten, was sie dafür zu zahlen bereit wäre. Sei das Ergebnis klar, könnten von Netzbetreibern Angebote eingeholt werden. Die Technik sei weit fortgeschritten: Auch per Funk könnte Infrastruktur aufgebaut werden.