BAD NENNDORF (pd). Auch wenn einige Zuhörer gerade eben wegen dieses Themas zur Sitzung des Rates der Stadt Bad Nenndorf gekommen waren, wurde dieser Tagesordnungspunkt von der Tagesordnung gekommen. Die Präsentation der Pläne für die weitere Umgestaltung des Landschaftsparks fand ebenfalls nicht statt. Sehr zum Unmut von Uwe Engelking von der Wählergemeinschaft Nenndorf (WGN), der es "empörend und peinlich" fand, dass die Planer unverrichteter Dinge wieder nach Hause geschickt wurden.
Auf Antrag der CDU-Fraktion bekamen Architekt Professor Rainer Hobigk und Ingenieur Bernd Lohaus keine Gelegenheit, ihre Vorstellungen vom Landschaftspark einem größeren Publikum vorzustellen. Die Stuhlreihen im "Haus Schröter" waren voll besetzt, das Interesse war da. Das Argument gegen die Präsentation: In den Fachausschüssen sei das Thema mehrfach ausreichend behandelt worden, wie auch die Pläne vom Kurhaus.
Der Begründung konnte sich auch die SPD anschließen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass der Verwaltungsausschuss bereits den Auftrag für einen neuen Planungsansatz zum Thema gegeben hat.
Für 13 000 Euro soll geprüft werden, was die Unterbringung der Verwaltung in der sanierungsbedürftigen Immobilie kosten würde. Im Juni sollen die Ergebnisse vorliegen. Daher sahen die Sozialdemokraten keinen Grund für eine nochmalige Vorstellung von Plänen für eine gewerbliche Nutzung.
Uwe Engelking, der nach eigenen Angaben aus beruflichen Gründen an den vorangegangenen Ausschusssitzungen nicht habe teilnehmen können, ärgerte sich über den CDU-Antrag.
Die Stadt und die Politik könnten froh sein, "wenn überhaupt noch Experten für Bad Nenndorf arbeiten wollten", schimpfte er.
Das Thema "Kurhaus" liegt also weiter "auf Eis". Die Pläne für die weitere Umgestaltung des Landschaftsparks (wir berichteten darüber) wurden ohne Präsentation und ohne Gegenstimme auf den Weg gebracht.
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