1. Aus dem Polizeibericht

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    RINTELN (km). Dass am Wochenende in den heimischen Gaststätten mehr los ist und mit steigendem Alkoholkonsum die Bereitschaft wächst, Konflikte durch Gewalt zu lösen, ist für die Polizei nichts neues - eher Altagsgeschehen. Aber in der Nacht zum vergangenen Samstag müsse "etwas Besonderes in der Luft gelegen haben", wie es im Bericht vom Wochenende heißt. Die Ordnungshüter registrierten mehrere körperlichen Auseinandersetzungen und einige handfeste Schlägereien, hauptsächlich im Bereich der Klosterstraße und Bahnhofstraße. Die eingesetzten Beamten berichteten, dass sie "selten ein solches Aggressionspotential förmlich spüren konnten". Selbst in Anwesenheit der Polizei sei die Gewaltbereitschaft immer wieder aufgelodert.

    Die "Lange Nach der Rintelner Kneipen" indessen verlief aus polizeilicher Sicht relativ ruhig. Lediglich zwei junge Leute schlugen über die Stränge - und mussten die restliche Nacht in der Ausnüchterungszelle verbringen.

    Am Sonntag gegen zwei Uhr kam es im "Happy Night" zu Auseinandersetzungen, die durch den Sicherheitsdienst beendet wurden. Ein alkoholisierter junger Mann aus dem Kalletal sollte die Disko verlassen. Weil er nicht freiwillig gehen wollte, wurde die Polizei gerufen. Der 24-Jährige musste in Gewahrsam genommen werden. Gleiches geschah einem 20-Jährigen Rintelner, der auf dem Marktplatz mit mehreren Personen aneinander geraten war und nicht aufhörten wollte, seine Opponenten zu provozieren. Selbst die Freundin schaffte es nicht, den Wüterich zu beruhigen, der schließlich auch in Gewahrsam genommen werden musste.

    Am vergangenen Freitag war ein 81-jähriger Autofahrer gegen 13 Uhr auf dem Weg von Rinteln nach Engern, als er plötzlich auf die Gegenfahrbahn geriet und mit dem entgegen kommenden Pkw eines 19-jährigen aus Hessisch Oldendorf kollidierte. Dabei zog sich der Senior schwere Verletzungen zu, seine 44-jährige Beifahrerin konnte nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Wie sich bei der Untersuchung des 81-jährigen herausstellte, muss der kurz vor dem Unfall einen Herzinfarkt erlitten haben. Der Sachschaden wurde auf rund 11.000 Euro geschätzt.

    Am Samstag gingen bei der Polizei gleich mehrere Anzeigen wegen

    Kennzeichendiebstahls ein. Bisher unbekannte Täter hatten in der Nacht hauptsächlich im Bereich Dingelstedtwall und Seetorstraße von mehreren Pkw jeweils beide Kennzeichen entwendet. Nur ein Nummernschild demontierten die Täter von einem Pkw an der Marienstraße. Die Polizei hofft jetzt auf aufmerksame Mitbürger, die eventuell jemanden dabei beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise geben können. Die bekannnte Telefonnummer (05751/95450) ist durchgehend besetzt.

    Ebenfalls am Samstag erstattete eine 64-jährige Frau eine mysteriöse Anzeige. Die Frau, die seit geraumer Zeit auf Sylt wohnt erklärte den Beamten, dass sie in Kathrinhagen einen Bauernhof besitze, den sie zum Teil verpachtet habe. In einer verschlossenen Remise habe sie normalerweise ihre Elektrogartengeräte untergestellt. Als sie in der Weihnachtszeit zuletzt dort war, seien alle Gartengeräte noch an

    Ort und Stelle gewesen. - Als sie aber am vergangenen Freitag erneut in die Remise kam, da waren ein Rasentrecker, ein Laubsauger, ein Rasenmäher und eine Kehrmaschine verschwunden. Als rätselhaft befand die Polizei die Tatsache, dass die Remise tatsächlich mit einem unbeschädigten Vorhängeschloss gesichert war. Auch hat der Raum keine Fenster und vor der Remise stand ein Pferdeanhänger, der die Tür ganz verdeckt und ein Öffnen somit unmöglich gemacht habe. Trotzdem sind die Geräte im Wert von rund 1000 Euro weg. Wer etwas weiß über den Verbleib des roten Rasentreckers (Aufsitzmäher) der kanadischen Marke "Yardman", der gelben "Kärcher"-Kehrmaschine, dem grün-orangen Laubsauger der Marke "Atika" und einem silbernen Benzinrasenmäher, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 9545-0 bei der Polizei zu melden.

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