1. Direkter Draht zum Abzocker

    Gauner wollen Daten sammeln

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    LANDKREIS (em). In diesen Tagen schwappt eine neue Abzockwelle übers Land: Unerlaubte Telefonwerbung dubioser Firmen, die sich als Mitarbeiter von angeblichen Rechtsabteilungen oder gar als Verbraucherzentrale ausgeben. Gewinnmitteilungen sogenannter Auszahlungskanzleien beziehungsweise Treuhänder oder Mahnschreiben fragwürdiger Anwälte, die für Lotto-Spielgemeinschaften die Forderungen eintreiben.

    "Alles dient nur einem Zweck: Die Betrüger ergaunern Daten und Kontoverbindungen, um anschließend massenhaft abzukassieren. Wer nicht zahlt, wird mit unzähligen Anrufen genervt oder mit Drohbriefen von Inkassobüros eingeschüchtert", berichtet Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Welche Abzocktricks gerade "Konjunktur" haben, zeigt auch die Rubrik "Vorsicht Falle: Warnungen" auf der neuen Homepage der Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/vorsichtfalle Ein Beispielfall: Der zugelassene Rechtsanwalt John Markou & Partner mit Kanzleisitz in Athen und einer Postanschrift in Hannover, Bahnhofstraße 8, verlangt in seinen Mahnschreiben die Zahlung von 122,50 Euro für die Teilnahme an der Lotto-Spielgemeinschaft des Unternehmens MaxiTip Ltd. In dem Schreiben heißt es, dass ein Lastschrifteinzug vom Konto des Betroffenen nicht vorgenommen werden konnte und daher die angebliche Mitgliedschaft gekündigt wurde.

    Der Betrag solle innerhalb von sieben Tagen auf ein Konto in Griechenland überwiesen werden. Die Verbraucherzentrale rät, nicht zu zahlen. Betroffene berichten, sie hätten überhaupt keinen Vertrag mit dem Unternehmen MaxiTip Ltd. abgeschlossen.

    Widerrufe und Widersprüche laufen ins Leere, da die Anwälte weder unter der im Schreiben genannten Anschrift noch über die angegebene Telefonnummer zu erreichen sind.

    Wer weitere Fragen hat und Hilfe zu diesen und weiteren Abzockmaschen benötigt, kann sich in jeder Beratungsstelle der Verbraucherzentrale, am Verbrauchertelefon oder per E-Mail ausführlich über Verhalten und Möglichkeiten informieren.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an