1. "Aus" für Burgwall-Spielplatz

    Ausschuss empfiehlt: Vorhandene Geräte sollen am Falkenweg aufgebaut werden

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    RODENBERG. Zu dunkel, zu gefährlich wegen des nahen Burggrabens, zu wenig frequentiert - so wurde im Ausschuss für Familie, Jugend und Soziales über den Spielplatz am Burgwall geurteilt. Fazit dieser Feststellungen: Der Platz am Eingang zur Museumsinsel hat wohl keine Zukunft mehr. Die Politik empfahl einen Umzug der noch nutzbaren Geräte hin zum Spielplatz am Falkenweg.

    Auf Antrag der Aktiven Demokraten hatte die Verwaltung prüfen lassen, wie die Ausstattung mit Geräten auf dem Spielplatz Falkenweg aussieht und wie der Spielplatz am Burgwall neu gestaltet werden könne. In einer Tischvorlage war zu lesen, dass die Aufwertung dort rund 6000 Euro kosten würde. Neue Geräte und "aufpeppen" im Falkenweg würden mit rund 11 400 Euro kosten.

    Die in diesen Kosten enthaltenen Aufbaukosten von rund 2800 Euro brachte Christel Oberheide (CDU) auf. Die stellvertretende Sprecherin der Gruppe CDU/WGR möchte den Bauhof damit beauftragt sehen, um Kosten zu sparen. Dieser mache das auch nicht umsonst, stellte Wilhelm Hartmann (SPD) fest. 29,40 Euro würde hier eine Stunde kosten, rechnete der Algesdorfer Ratsherr vor. Oberheide rechnete ihrerseits und monierte "Das wären ja mindestens 90 Stunden, die bei der von der Verwaltung vorgelegten Auflistung zusammenkämen".

    Hans-Dieter Brand (SPD) wollte wissen, wie viel Kinder überhaupt den Falkenweg-Spielplatz aufsuchen würden. Die Verwaltung hatte diese Zahlen nicht parat, wird diese aber nachliefern. Zweifel, ob der Spielplatz am Burgwall tatsächlich neue Investitionen lohnen würden, brachte Erhard Steege (CDU) in die Diskussion ein. Wollte man den aufwerten, müsse man auch an einer Absicherung hin zum Burggraben nachdenken, ergänzte Brand. Sein Parteigenosse Uwe Märtens sprach sich dafür aus, den Platz lieber durch einen schönen Rasen aufzuwerten. "Vergessen wir aber bitteschön nicht die Kleinsten in unserer Stadt", mahnte Oberheide und erinnerte damit daran, dass der Platz am Burgwall eigentlich für die Jüngsten aufgewertet werden sollte.

    Ein guter Standort für einen neuen Spielplatz sei die freie Wiese hinter dem Burggelände, fand Steege. Renate Volk (SPD) schlug vor, im Falle einer Entscheidung für einen neuen Spielplatz dort natürliche Materialien zu nutzen und "leicht abbaubares Gerät" zu installieren, wegen der Überschwemmungsgefahr in diesem Bereich. Am Ende einigte sich der Ausschuss darauf, die Geräte vom Burgwall auf dem Spielplatz am Falkenweg aufzubauen und das Gelände vor der Museumsinsel neu herzurichten. Die 6000 Euro, die eigentlich für neue Spielgeräte dort vorgesehen waren, sollen aber im Haushalt stehen bleiben.

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