1. Ein Leckerbissen der ganz besonderen Art

    Cello-Virtuose Friedrich Kleinhapl

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    RINTELN (km). Für einen musikalischen Leckerbissen der besonderen Art fanden sich am vergangenen Sonntag bedauerlicherweise nur knapp hundert Besucher in der Nikolai-Kirche ein: Zu Gast war der österreichische Cellist Friedrich Kleinhapl - einer der weltweit Besten seiner Zunft.

    Auf dem Programm standen die Suiten Nummer eins (G-Dur) und drei (C-Dur) für Violoncello von Johann Sebastian Bach - deren besonderen Reiz der Meister eingangs ausführlich erläutert hatte. Die insgesamt sechs Suiten gehören zu den meistgspielten Kompositionen für Solo-Streicher. Einige Melodien kommen auch ungeübten Ohren oft bekannt vor - "geklaute" Passagen etwa, die unter anderem in etlichen Popmusik-Arrangements verarbeitet wurden. Friedrich Kleinhapl tritt als Solist in London, Paris, Brüssel, Berlin, Hamburg, Triest und vielen anderen Städte auf. Der international gefeierte Künstler mit belgischen Wurzeln konzertiert aber ebenso in den USA, in Kanada und Mexiko. Nach einem von den Wiener Philharmonikeruntern arrangierten Wettbewerb wurde ihm ein besonders wertvolles Instrument, das "Cello Giovanni Tonini, Bologna 1681", zur Verfügung gestellt. Kleinhapl hatte jüngst eine vielgelobte CD mit allen sechs Cello-Suiten von Bach eingespielt - und das Bachsche Werk als "Urklang, aus dem das Universum besteht und so zu etwas wird wie ein Gebet" bezeichnet. - Zu Beginn des Konzertes in der Nikolai-Kirche hatte Regina Ackmann an der historischen Orgel zwei Werke von Bach gespielt. Regina Ackmann war kurzfristig für den erkrankten Kreiskantor Wolfgang Westphal eingesprungen. Foto: km

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