RINTELN (ste). "Gefährdet sind heut‘ alle Männer, nicht nur diese Rathaus-Penner" reimte Elferratspräsident Hans-Hermann Stöckl beim Auftritt der wilden Weiber im Rathaus, denen Karl Lange als stellvertretender Bürgermeister freiwillig nicht nur den Zipfel seiner Krawatte reichte, sondern auch noch den goldenen Schlüssel des Rathauses. Da es leider noch keine "nachwachsenden" Krawatten gibt, müssen Jahr für Jahr die alten Schätzchen aus dem Kleiderschrank dran glauben. Doch schaute man sich die Muster der guten Stücke männlicher Symbolik an, dann reichte es auch bei keiner zum Aufheben. Und so schnippelten die Rintelner Hexen fleißig an den Bindern herum, immer von der Hoffnung der geschundenen Männer begleitet, dass die sektgeschwängerten Hände mit den Zitterscheren nicht abrutschten.
Quer durch die Stadt trieben sie ihr Unwesen, doch heute am Aschermittwoch ist alles wieder vorbei. Getreu dem Motto "nach dem Karneval ist vor dem Karneval" stehen sie spätestens ab dem 11. November wieder "Gewehr bei Fuß", um weiter zu machen mit ihrem närrischen Unwesen. Die Hexen brauchen übrigens auch noch "Nachwuchs", doch das hat absolut nichts mit Männerfantasien zu tun. Den suchen sie in den Reihen ihrer Geschlechtsgenossinnen und wer Lust hat, sollte sich einfach einmal bei der einen oder anderen Hexe melden. Foto: ste