1. "Hexenwahn": Führung im Museum

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    RINTELN (km). "Hexenwahn in Rinteln und Schaumburg" ist das Thema eine Museumsführung mit Dr. Stefan Meyer am Donnerstag, dem 23. Februar. Ab 19 Uhr können sich alle Interessierten einem informativen Rundgang durch die Eulenburg anschließen.

    "Hexerei" und die damit verbundenen Prozesse sind durchaus keine Erscheinung des Mittelalters, sondern vor allem des 17. Jahrhunderts. Damals wurden allein in Rinteln - dessen Universität die Verfolgungen besonders förderte - mehr als 35 Frauen und auch Männer auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Im Museum sind die Auswüchse der unheiligen Allianz zwischen Wissenschaft und Religion im zweiten Stockwerk dauerhaft dargestellt.

    Neben den hässlichen und inhumanen Aspekten hat Rinteln aber auch Gegenteiliges zu bieten: Der Geistliche, Moraltheologe, Dichter und katholische Jesuitenpater Friedrich Spee etwa war einer der wenigen, der sich öffentlich gegen die Hexenverfolgung aussprachen. Mit seinem in Rinteln erschienenen Werk "Cautio Criminalis" wurde er zum führenden Kämpfer gegen Wahn und Unrecht in jener Epoche.

    Bild_01: Dr. Stefan Meyer klärt über eines der dunkelsten Kapitel der Rintelner Geschichte auf

    Bild_02: Hexensabbat, Gemälde von Frans Franken um 1620

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