1. Markus Dinter führt künftig die Erfolgswehr des Klosterdorfes

    Werner Begemann lässt als letzte Amtshandlung die Nationalhymne spielen

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    MÖLLENBECK (ste). Es waren bewegende Momente, als Ortsbrandmeister Werner Begemann nach 24 Jahren als Leiter der Ortswehr Möllenbeck seinen Rücktritt ankündigte und sich bei seinen Kameraden, insbesondere aber seinem Stellvertreter Friedrich Bartram, für die langjährige und treue Zusammenarbeit dankte. Begemann, der von Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz mit der goldenen Ehrennadel der Stadt Rinteln ausgezeichnet wurde, hinterlässt seinem Nachfolger Markus Dinter eine Vorzeigewehr mit 48 Aktiven, 25 im Musikzug, 33 Mitgliedern in der Kindergruppe und 43 Jugendlichen in der JFW. Für einen Ort mit rund 1.350 Einwohnern sind 338 Mitglieder in der Feuerwehr eine imponierende Zahl.

    Und die Möllenbecker sind nicht nur in der Wehr und ihren Wettkampfgruppen aktiv, sie wissen auch noch anzupacken. So wurde ein Anbau an das Feuerwehrgerätehaus realisiert, für den die Stadt Rinteln lediglich 5.000 Euro Zuschuss geben musste: "Erweiterungsmöglichkeiten sind noch vorhanden", so Begemann. Jetzt hofft die Wehr auf einen Mannschaftstransportwagen, den vor allem die vielen Jugendlichen auf ihren Fahrten gut gebrauchen könnten. Begemann übergab dann an Gruppenführer Markus Dinter, der die Einsätze des Jahres Revue passieren ließ. Das Schlüsselwort in allen Ortswehren lautet hierbei immer wieder "Tagesverfügbarkeit". Und die scheint in Möllenbeck noch in ordentlicher Stärke gegeben zu sein, wie Dinter bei einer Alarmübung ermittelte.

    Beim einzigen Brandeinsatz konnten die Blauröcke allerdings nichts mehr ausrichten. Ein Hochstuhl stand im Wald nahe einer Brennstelle für Grünschnitt in Flammen und es konnten nur noch die Reste abgelöscht werden.

    Zusammen mit Rinteln, Steinbergen und Exten bildet die Wehr aus Möllenbeck eine schnelle Einsatzgruppe für Gefahrguteinsätze und entsprechende Ausbildungsinhalte werden verstärkt geschult.

    Bei den Wettbewerben lief es nicht ganz so gut. Goldbeck holte sich den Stadtmeistertitel denkbar knapp vor Möllenbeck: "Und sie haben es sich verdient", hob Markus Dinter sportlich hervor. Weniger Verständnis hatte er für die Entscheidung der Wertungsrichter bei den Landeswettbewerben in Bockhorn, wo der Kodex "Im Zweifel für die Gruppe" seiner Meinung nach sträflich missachtet wurde. Dafür lief es bei den Senioren prächtig, die die Stadtmeisterschaften nach alten Richtlinien gewannen.

    Die aktivsten Kameraden im Jahr waren Nils Lösecke, Tim Schinz und Tobias Greimeier.

    Für die CTIF-Gruppe berichtete Andreas Schlicht. Die Möllenbecker Feuerwehrfrauen werden vom 25. bis 29. Juni in Cottbus um den Einzug in die Feuerwehr-Olympiade in Muehlhouse in Frankreich kämpfen und der nächste Kuppel-Contest im Brückentorsaal findet am 17. März statt.

    Ehren konnte Begemann noch einmal Kurt Klemme und Klaus Tirschler für ihre jeweils 50-jährige Mitgliedschaft in der Wehr. Befördert wurden Nils Begemann und Oliver Simon zu Ersten Hauptfeuerwehrmännern. Chris Heise, Nils Lösecke und Alexander Ehlers wurden Hauptfeuerwehrmänner. Oberfeuerwehrmann darf sich künftig Tobias Greimeier nennen. Feuerwehrfrauen und -männer wurden Pierre Pascal Bunte, Sergej Ochkowsky, Jessica Lösecke, Mikel Preul, Hagen Thiemann und Philipp Schön.

    Für 25 Jahre wurde die Frauengruppe der Wehr mit Regina Reese, Gisela Reese, Heidrun Grugel, Heike Begemann, Gabi Diekmann, Vera Winter, Renate Laskowski, Petra Tünnermann, Gabriele Rygulla und Petra Paul mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

    Bei den anstehenden Wahlen wurde Kai-Uwe Herchenröder als Nachfolger von Friedrich Bartram als neuer stellvertretender Ortsbrandmeister gewählt. Als "Kapitän" Begemann die Brücke dann endgültig verließ und sie seinem Nachfolgekommando überließ, ließ er noch einmal antreten: "Aufstehen zur Nationalhymne!"Foto: ste

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