KRANKENHAGEN (ste). So etwas hört ein Ortsbrandmeister gerne; nicht nur auf der Jahreshauptversammlung: "Für einen Ort ist die Feuerwehr unverzichtbar, ohne sie wäre Krankenhagen um ein Vielfaches ärmer", bekannte Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht, der darüber hinaus die Kooperation mit Volksen in der Jugendarbeit ausdrücklich lobte: "Wir werden künftig in mehreren Bereichen kooperativ zusammenarbeiten und enger zusammenrücken müssen", kündigte er an.
Auch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz bekannte sich zu den kleinen Ortswehren mit Grundausstattung und kündigte an, dass als Konsequenz aus dem Starkregen des letzten Jahres 20.000 Euro im Haushalt für neue Tauchpumpen angesetzt sind. Ortsbrandmeister Achim Wächter hatte zuvor Gunnar Hoppe damit beauftragt, den Jahresbericht für 2011 vorzutragen. Während sich die Einsätze in Grenzen hielten, konnte sich Krankenhagen dennoch über Arbeit nicht beklagen. Die Wehr richtete die "...spannendsten Stadtwettbewerbe aller Zeiten" aus, bei denen Goldbeck knapp vor Möllenbeck als Sieger hervorging. Dabei eingeweiht wurde die neue und feuerwehreigene Bratwurstbude. Die Ausrichter selbst holten sich übrigens den dritten Platz und bei den Eimerfestspielen Platz zwei.
Den spektakulärsten Einsatz hatten die Brandbekämpfer als Wasserbekämpfer nach dem Starkregen im Juni, als es stadtweit hieß "Land unter".
Besonders erfreulich für Krankenhagens Wehr sind zwei Entscheidungen des letzten Jahres: "Mit dem Bau eines neuen Übungsplatzes kann nach dem Stadtzeltlager der Jugendwehren in Krankenhagen begonnen werden und außerdem erhielten wir einen Mannschaftstransportwagen!"
Kreisabschnittsleiter Süd Rainer Kuhlmann berichtete dagegen von einigen Wermutstropfen im Landkreis. Zwei Wehren mussten fusionieren: "Die eine in der Samtgemeinde Nienstädt mangels Masse an Freiwilligen, die andere in der Samtgemeinde Niedernwöhren nach Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans!" Kuhlmann prognostizierte aufgrund immer stärker belastenden und zum Teil unerträglichen Einsätzen: "Das geht nicht mehr lange gut!" Er warb für die Nutzung der Notfallseelsorge nach schweren Einsätzen.
Ehren konnte er für 40 aktive Jahre Werner Beuke, Siegfried Dittmann und Norbert Heider. Eleonore Sindermann ist seit 25 Jahren in der Ortswehr und war die erste Frau überhaupt in der Wehr.
Die Ehrung für 60 aktive Jahre von Herbert Schermer wird nachgeholt.
Befördert wurden Fabian Requardt zum Hauptfeuerwehrmann, Sascha Fahrenkamp und Jens Höfig zum Oberfeuerwehrmann. Steffen Wächter und Dennis Kuhlmann wurden Feuerwehrmänner.Foto: ste