RINTELN (km). Am vergangenen Freitag bekam ein 76-Jähriger Besuch von zwei Männern, die vorgaben, im Auftrag der Stadt Rinteln die Feuchtigkeit des Dachstuhls messen zu wollen. In gutem Glauben ließ der Hauseigentümer die Fremden hinein - die dann auch bald eine "stark erhöhte Feuchtigkeit" auf dem Dachboden diagnostizierten und folgerten, dass es dringend nötig sei, die Dachbalken und Sparren zu imprägnieren.
Was sie am nächsten Tag dann auch persönlich übernehmen wollten. Arglos zahlte der Hausbeitzer den Männern die geforderten 7000 Euro umgehend aus.
Als er am Samstag dann doch nach einer Legitimation fragte, verschwanden die Betrüger auf Nimmerwiedersehen.
Der Hauseigentümer hatte nach eigenen Angaben in gutem Glauben gehandelt, unter anderem weil die Männer typische Dachdeckerkleidung trugen und sich auf ihren Mützen auch das passende Innungszeichen befand. Vorgefahren waren die Gesuchten mit einem weißen Transporter mit Mindener Kennzeichen, grüner Seitenaufschrift und Leitern auf dem Dach. -
Dass der Fall möglicherweise aufgeklärt werden kann, ist der Aufmerksamkeit der Ehefrau des 76-Jährigen zu verdanken, die sich das Kennzeichen des Transporters gemerkt hatte.
Ob der Mann allerdings auch sein Geld wieder bekommt, das kann wohl niemand garantieren.
Die Polizei rät in dem Zusammenhang zu einem "gesunden Misstrauen", wenn Handwerker erscheinen, die nicht bestellt worden sind.
Stets sollte man mindestens nach einem Ausweis oder einer Legitimation fragen - und generell keine Fremden ins Haus lassen. Im Zweifelsfall sollten Betroffene die Polizei um Rat fragen.