LANDKREIS. Eine Rose, spät hat sie im Jahresverlauf ihre Blüte gebildet. Und wurde überrascht. Von Kälte, Eis und Schnee. Trotzdem strahlt sie das Leben aus. Mitten im kalten Winter. Das Wunder von Jesu Geburt wird im Lied "Es ist ein Ros’ entsprungen" besungen. Vor fast fünf Jahrhunderten ist das Lied entstanden. Bis heute gehört es zu den meist gesungenen Liedern in der Heiligen Nacht. Obwohl der Text so sperrig, sogar ein wenig rätselhaft ist. "Aus einer Wurzel zart". Und wer sind die "Alten", die uns davon "sungen"? Der Text des Liedes geht auf den Prophenten Jesaja zurück. Jesus ist ein Reis, ein zarter Trieb, der aus dem Stumpfe Isais sprießt. Jesus als Rose, hineingeboren in die kalte Nacht. Mehr will das Lied gar nicht erzählen. Mehr braucht es auch nicht zu erzählen. Es ist ein Wunder, dass die Rose mitten im kalten Winter, wohl zu der halben Nacht, hervortritt. Und Verheißung ausstrahlt, selbst wenn zunächst Eis und Schnee das Wachsen zunächst lähmen. Ines Hitzemann
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Mitten im kalten Winter
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