LANDKREIS (ih). Vier Diakonie- und Sozialstationen gibt es in der Landeskirche Schaumburg-Lippe. Die Mitarbeiterinnen gehen in vielen Häusern ein und aus, um kranke sowie alte Menschen zu pflegen. Getragen werden die Stationen von Kirchengemeinden. Über die Pflege hinaus engagieren sich hier Menschen ehrenamtlich für andere. Einige Leistungen der Stationen können nicht über die Pflegekassen abgerechnet werden. Dazu gehören Trauerbesuche, Sterbebegleitung, oder Krisenintervention aber auch Veranstaltungen für Patienten und Angehörige. Ein konkretes Beispiel sind Beratungsabende für pflegende Angehörige. Über Spenden finanzieren die Stationen dieses Mehr an Miteinander. Während der Herbstsynode der Landeskirche Schaumburg-Lippe hat der Synodale Volker Preul aus Bückeburg für den Erhalt des jährlichen Zuschusses von 15000 Euro an die Diakonie- und Sozialstationen ausgesprochen. Das Landeskirchenamt wollte den Zuschuss bis 2013 etappenweise zurückfahren. "Die Ehrenamtler machen eine gute und wichtige Arbeit. Den Zuschuss muss es weitergeben." Auch Pastor Josef Kalkusch aus Sachsenhagen unterstützte Preul. Oberprediger Klaus Pönnighaus, Mitglied des Landeskirchenrates, ist gleichzeitig Geschäftsführer der Diakonie- und Sozialstation Stadthagen. Er hatte den Haushalt vor der Synode in seinem Amt als Mitglied des Landeskirchenrates mit der Streichung des Zuschusses durchgewunken. Der Zuschuss von 15000 Euro aufgeteilt auf die Stationen sei "lächerlich wenig", dass er kaum etwas bringe, begründete er in der Sitzung das Votum. Dem widersprach Preul deutlich. Beim Einwerben von Spenden sei der kirchliche Zuschuss ein starkes Argument. "Wir brauchen jeden Euro", so Preul, "und wir können etwas tun." Das sah die Mehrheit der Synodalen offenbar genau so und stimmte für die Änderung. Das zusätzliche Geld wird aus den Rücklagen entnommen.
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Zuschuss für Ehrenamt bleibt
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