1. Einstimmiger Start und ein Abschied

    Der Apelerner Rat bestätigt Heinrich Oppenhausen als Bürgermeister

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    APELERN (al). In bestem Einvernehmen haben die drei Fraktionen im Apelerner Gemeinderat die Weichen für die kommenden fünf Jahre gestellt. In nur 40 Minuten wurden alle Beschlüsse einstimmig gefasst. Danach folgte ein Abschied: Der nicht wieder kandidierende Günter Wosny wurde nach 30-jähriger Zugehörigkeit zum Ehrenratsherrn ernannt.

    Beifall brandete auf, als der bisherige Bürgermeister Heinrich Oppenhausen einmütig in seinem Amt bestätigt wurde. "Wir schließen uns dem SPD-Vorschlag an", hatte zuvor Börries von Hammerstein für die CDU erklärt, "so erstaunlich das vielleicht auch sein mag". Aber seine Fraktion wolle sich in die Ratsarbeit einbringen, sei dabei aber aufgrund ihrer Größe "auf das Wohlwollen" der SPD angewiesen. Bei der Kommunalwahl hatten die Sozialdemokraten ihre Vorrangstellung auf acht Mandate ausbauen können, die CDU verlor einen Sitz, die Wählergemeinschaft, die Oppenhausen ebenfalls unterstützte, behielt zwei Plätze. "Wer so abräumt und so beliebt ist, muss noch lange Bürgermeister bleiben", kommentierte Gemeindedirektor Uwe Heilmann Oppenhausens Wahl- und Abstimmungsergebnis.

    An der Spitze der Ratsfraktionen stehen nach eigenen Angaben bei der SPD Andreas Kölle (Stellvertreterin Doreen Schwarzlaff), bei der CDU Börries von Hammerstein (Cord Becker) und bei der Wählergemeinschaft Franz-Wilhelm Riechers (Wilhelm Thürnau). Dem Verwaltungsausschuss gehören Bürgermeister Oppenhausen (Vertreterin Doreen Schwarzlaff) und Günter Knief (Andreas Kölle) von der SPD, Börries von Hammerstein (Cord Becker, Isabell Nowak) von der CDU sowie mit Grundmandat Franz-Wilhelm Riechers (Wilhelm Thürnau) für die Wählergemeinschaft an. Erster stellvertretender Bürgermeister wurde Günter Knief, zweiter Stellvertreter ist Börries von Hammerstein.

    Die Größe der beiden Fachausschüsse wurde einvernehmlich von sieben auf fünf Mitglieder reduziert. Dem Gremium für Bau, Umwelt und Wege gehören Vorsitzender Willi Ballwanz, Dietmar Weh, Doreen Schwarzlaff (alle SPD), stellvertretender Vorsitzender Cord Becker (CDU) und Franz-Wilhelm Riechers (WGA) an. Den Ausschuss für Soziales, Sport und Fremdenverkehr leitet Marlies Kölling (SPD) mit den weiteren Mitgliedern Karl-Heinz Thum und Andreas Kölle (beide SPD), Isabell Nowak (CDU, stellvertretende Vorsitzende) und Wilhelm Thürnau (WGA).

    Ebenfalls einstimmig wurden Gemeindedirektor Heilmann und sein Ständiger Vertreter Sven Janisch nominiert. Bei Terminen des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebunds bringen neben dem Bürgermeister noch Günter Knief und Cord Becker die Apelerner Anliegen vor. Für die Versammlungen der Schaumburger Landschaft entschied sich der Rat auf Vorschlag von Börries von Hammerstein für nicht dem Rat angehörende Einwohner: Sophie von Gossler-Hammerstein wird im Verhinderungsfall von Horst Müller vertreten.

    Neben der Urkunde mit dem Ehrentitel erhielt der scheidende Ratsherr Günter Wosny einen soeben in kleiner Auflage erstellten Zinnteller mit dem Gemeindewappen. Heilmann erinnerte daran, dass Wosny neben der ununterbrochenen Ratsmitgliedschaft in drei Jahrzehnten insgesamt zehn Jahre als stellvertretender Bürgermeister amtierte. "Es war eine schöne Aufgabe, kommunale Dinge mitzugestalten", bilanzierte dieser, "ich kann das auch jedem jungen Menschen nur empfehlen".

    In der Zuhörerfragestunde meldete sich der Vorsitzende des Apelerner Vereins für Heimatpflege und Fremdenverkehr, Ferdinand Exler, zu Wort: Ob Apelern auch so gut aussehen würde wie inzwischen Rodenberg und Lauenau, wollte er vom Gemeindedirektor wissen, wenn dieser am 31. Oktober 2014 ausscheide. "Geld ist beantragt, die Pläne sind gemacht und die Bevölkerung ist aktiv daran beteiligt", erwiderte Heilmann zum Stand des Dorferneuerungsprogramms für die Ortsteile Apelern, Lyhren und Reinsdorf. Für jeden Ort seien jeweils zwei Vorhaben konkret ins Auge gefasst worden: "Wir warten nur noch auf die Genehmigung."

    Foto: al

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