1. Straßenbenennung sorgt für Kontroverse

    Ortsrat diskutiert über Umbennung der "Stüken-Straße"

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    RINTELN (ste). Fantasielos und eindimensional nannte Dr. Gert Armin Neuhäuser die geplante Straßenbenennung im Industriegebiet Süd.

    Dort sollte die neue Entlastungsstraße von der Braasstraße Richtung Siemensstraße als "Hubert-Stüken-Straße" ausgewiesen werden. Ein einzelnes Unternehmen, egal wie wirtschaftsstark, sollte nicht als Namensgeber herhalten. Neuhäuser schlug stattdessen "Ulrich-Reineking-Straße" vor, als Erinnerung an den heimischen Journalisten. Der Wunsch der Anwohner, so Kay Steding, sei es jedoch, die Straße als "Stüken-Straße" zu benennen, was Gerhard Helmhold allerdings schlechterdings "daneben" bezeichnete. Firmennamen, so Helmhold, seien - wie an der Braasstraße zu sehen - keine guten Straßennamen. Der Ortsrat stimmte mit drei Enthaltungen für die "Stüken-Straße".

    Eine weitere Diskussion tat sich bei der Frage der möglichen Umbennennung des "Heinrich-Sohnrey-Weg" auf. In einigen Gemeinden wird darüber diskutiert, da Sohnrey zu den 88 Schriftstellern gehörte, die das "Gelöbnis treuester Gefolgschaft" für Adolf Hitler unterzeichnete, ohne selbst jedoch Mitglied der NSDAP zu sein.

    Der Ortsrat will die Sache "im Auge behalten", wobei Dr. Gert Armin Neuhäuser davor warnte, Straßen leichtfertig umzubenennen: "Dann müssen wir auch jedes Kriegerdenkmal in Frage stellen", so Neuhäuser: "Wir sollten Geschichte Geschichte sein lassen!"Foto: ste

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