1. Auf kurzem Wege viel Schmutziges bewegen

    Neue Abwasser-Pumpstation wird in Betrieb genommen / Entlastung für Haster Klärwerk

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    WALTRINGHAUSEN (Ka). Eine Einzel-Garage mit einer gepflasterten Zuwegung am Ortsausgang Waltringhausen auf einem Feldabschnitt Richtung Riehe? Was verbirgt sich hinter dem neuen Garagentor? Das Objekt, was so unscheinbar anmutet unterscheidet sich erheblich von einer handelsüblichen Pkw-Garage, denn bereits der Preis (Investitionssumme) von rund 204.000 Euro und das tiefgreifende Innenleben heben sich deutlich von einer Garagenlösung ab. Es handelt sich bei dem Standort um ein Entlastungsbauwerk, welches der Haster Kläranlage dienlich ist, denn diese hat ihre Kapazitätsgrenze erreicht. In der jüngsten Vergangenheit wurde bereits die Erschließung des Baugebietes "Hohl Garten" in Haste nur teilweise bis zur Einrichtung des Entlastungsbauwerkes in Waltringhausen genehmigt. Damit entstand ein neuer Knotenpunkt, der die hohen Schmutzwasser-Kapazitäten der Nordgemeinden in die Kläranlage nach Bad Nenndorf leitet. Was bis dato noch auf langem Weg aus Waltringhausen nach Haste lief, läuft nun auf kurzem Weg nach Bad Nenndorf und entlastet zugleich im Abwassersinne die Ortsteile Riehe und Kreuzriehe. Die Samtgemeinde mit dem Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese ließ nach 2 1/2 jährigem politischen Entscheidungsprozess und viermonatiger Bauzeit bei der Inbetriebnahme den Hahn von Mitarbeiter Uwe Haller (Kläranlage Bad Nenndorf) zudrehen, der den Schieber senkte, um das Schmutzwasser in andere neue Kanäle zu lenken. Die neuen Wege wurden im feierlichen Moment und im Beisein von Werner Tatge (stellvertretender Bürgermeister und Verwaltungsausschuss-Vorsitzender), Olaf Scharrer (Betriebsleiter) und Dirk Leonhard (Wirtschaftsmeister) beschritten. Wirtschaftlich und praktisch verpackt, so bezeichnete Reese das Abschlagsbauwerk an der Maschstraße, welches im Vorfeld einem Ausschreibungsverfahren unterlag und zukunftsweisend unter Berücksichtigung der genannten Entlastungen und der Kapazitätsgrenze, wie auch in Anbetracht des geplanten Netto-Marktes nebst weiterer Ansiedlungen im Gewerbegebiet "Schwarze Mühle" umgesetzt wurde. Hinter dem Garagentor befinden sich die Einlaufschächte zum Pumpwerk nebst Druckleitungs-System und eine abgetrennte Räumlichkeit für die elektronischen Anlagen. Foto: ka

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