APELERN (al). Den seit Jahrzehnten herrschenden Frieden in Europa und die Erinnerung an das in Kriegen erlittene Leid von Soldaten und deren Familien sollten sich heutige Generationen schon etwas kosten lassen.
Das zumindest wünscht sich Apelerns Bürgermeister Heinrich Oppenhausen. Soeben hat er die Bevölkerung dazu aufgerufen, den örtlichen Musikverein zu unterstützen, dessen Mitglieder in diesem Jahr um Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bitten. Reihum teilen sich Apelerner Gemeinschaften die Pflicht, für den Erhalt von Kriegsgräbern und für die immer noch zahlreich erforderliche Klärung von Soldatenschicksalen zu sammeln. Doch Oppenhausen ist in Sorge, dass diese Tradition von Jahr zu Jahr weniger Zustimmung findet. Aber es bleibe eine gesellschaftliche Aufgabe, Kriege und seine schwerwiegenden Folgen nicht zu vergessen.
Der Musikverein wird sich in den Tagen zwischen dem 7. und 12. November zu den Haushalten auf den Weg machen und um ein Scherflein bitten. Der Bürgermeister ergänzt seinen Aufruf zur Unterstützung zugleich mit einer Einladung: Am Sonntag, 13. November, ist um 10 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Kirche.
Danach wird mit einer kurzen Ansprache an den neuen Ehrentafeln auf dem Vorplatz ein Kranz niedergelegt. Abordnungen der jeweiligen Feuerwehren bringen außerdem Kränze zu den Denkmalen in Groß Hegesdorf, Lyhren und Reinsdorf.