1. Ausnahmezustand herrscht in der Stadt

    Martinimarkt kann bei schönstem Herbstwetter mit Besucherrekord glänzen

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    RODENBERG (pd). Auch wenn manche Glühweinbude einen Umsatzeinbruch verzeichnen musste: Der Rodenberger Martinimarkt konnte mit bestem Wetter, einem guten Mix bei den Händlern und Fahrgeschäften und mit hunderten von Besuchern auftrumpfen.

    Vom frühen Vormittag bis nach Mitternacht herrschte in Rodenbergs Innenstadt mal wieder Ausnahmezustand. Auffallend in diesem Jahr vor allem die große Zahl an Schulkindern, die die Festmeile besuchten. Während warme Getränke und Grünkohl eher mäßigen Absatz fanden, waren Fahrgeschäfte, Bierstände und Imbissbuden immer gut frequentiert.

    "So etwas habe ich ja noch nie erlebt", erklärte Helmut Weikert. Der Rodenberger Handwerkmeister meinte damit die frühlingshaften Temperaturen und die Tatsache, dass der Martinimarkt 2011 exakt am 1. November stattfand. So wie er kramten viele Alteingesessene tief in ihre Erinnerungen um sich zu fragen, ob sie schon jemals einen so warmen Novembertag erlebt hätten. Den begeisterten Fans des Traditionsfestes waren solcherlei Überlegungen ganz egal. Seit Sonnabend haben sie die Berg- und Talbahn, den Jumper und die Buden für Crepes, Liebesäpfel und Zuckerwatte nachhaltig besucht. Die Fahrt mit dem Riesenrad bot reizvolle Einblicke über die Stadt, die gemächliche Tour mit einem der zahlreichen Fahrgeschäfte für Kinder sorgten bei den Jüngsten für Begeisterung. Und auch der erste Grünkohl hat geschmeckt, auch wenn frostige Temperaturen besser dazu gepasst hätten.

    Gepasst hat auf jeden Fall die Auswahl an "Fliegenden Händlern". Süßwaren im Großpaket, Strumpfwolle, Holzspielzeug, Heizkörperbürsten, Uhren, Hüte, Glücksbringer, aber auch Futterhäuschen, Pflegecreme, Gewürze und Duftöle gab es in großer Auswahl. Viele Besucher von nah und fern wissen die Vielfalt längst zu schätzen und steuern den Martinimarkt in Rodenberg an, um sich mit diesen typischen Waren einzudecken. "Und dazu schmeckt dann die gute Erbsensuppe", versicherte eine ältere Dame mit Nachdruck.

    Wer schon Sonnabend auf der Marktmeile war, konnte bei Einbruch der Dunkelheit ein schönes Feuerwerk bewundern, dass auf Kosten der Schausteller abgefeuert wurde. Die Glitzerbogen und Böllerschüsse in den Abendhimmel bildeten die richtige Einstimmung auf das insgesamt drei Tage dauernde Fest in der Deisterstadt. Foto:pd

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