1. Erste Skulpturen

    Josef-Hauke-Zimmer eingerichtet

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    LAUENAU (al). Spätestens im nächsten Frühjahr können sich Besucher an Arbeiten des verstorbenen Bildhauers Josef Hauke erfreuen. Der Nachlass ist im künftigen gleichnamigen Zimmer im Lauenauer Gewerbepark dekoriert worden. Hauke, der 2009 im Alter von 88 Jahren verstorben war, hatte noch zu Lebzeiten verfügt, dass die in seiner Werkstatt verbliebenen Skulpturen unverkäuflich seien. Der Flecken Lauenau hat diese zu einer Stiftung erhoben. Inzwischen wurden die Figuren aus Holz, Mooreiche, Polyester und Bronze überführt. Sie müssen nun noch mit Erläuterungen versehen werden. Außerdem wird an eine Tafel mit Daten aus Leben und Werk gedacht. Möglicherweise kommen noch Fotografien hinzu, die einige von Haukes Arbeiten zeigen Der im Sudetenland geborene Künstler lebte seit 1947 im Flecken und schuf zahlreiche Werke für Kirchen, private und öffentliche Auftraggeber. Bekannt wurde er vor allem durch die Gestaltung von katholischen Gotteshäusern, als diese im Bistum Hildesheim. Einen Namen machte sich Hauke bei der Verwendung von Jahrtausendalter Mooreiche, deren Stücke er selbst aus den Kiesteichen in der Weserniederung bergen konnte. Er entwickelte ein Mittel, wie dieses Holz nach dessen Behandlung vor dem Verfall bewahrt werde. In seinen letzten Lebensjahren widmete er mehrere Kunstwerke seinem Wohnort, darunter das Fleckendiener-Denkmal, den "Gerberbottich", die "Akazienreiher" sowie die Bergmanns-Figur in Feggendorf. Witwe Gerda Hauke zeigte sich zufrieden mit dem verbliebenen Werk ihres Mannes. Während der Feggendorfer Malermeister Friedrich Wehrhahn letzte Arbeiten erledigte, besichtigte sie mit Klaus Burschel den großen Raum und dessen künftige Einrichtung. Burschel war langjähriger Freund Haukes und gehört heute dem Stiftungsbeirat an. Das vom Rat des Fleckens Lauenau eingesetzte Gremium entscheidet über die weitere Vorgehensweise, darunter den Zeitpunkt der Eröffnung und die ständigen Besichtigungstermine. Zusammen mit ihrer Tochter regte Gerda Hauke noch einige Änderungen an. Wie wichtig der Wechsel der Gegenstände von der früheren Werkstatt des Künstlers in den neuen Raum für einige der Holzarbeiten: Der Holzwurm bedrohte bereits eine der wertvollen hölzernen Figuren.

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