LANDKREIS (ro). Es steht außer Zweifel, dass die globale Wirtschafts- und Finanzkrise erhebliche Auswirkung auf die deutsche und europäische Sozialpolitik hatte. Doch wie bekommt man jetzt wieder Stabilität in die soziale Sicherung? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines gemeinsamen Gespräches des Europaabgeordneten Burkhard Balz und des Schaumburger Kreisvorsitzenden des Sozialverbandes Deutschland, Helmut Laux. Als Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlamentes begleitet Balz die aktuellen Debatten um die Staatsverschuldung einiger europäischer Mitgliedsländer und die Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft. Zwar sei Deutschland eines der finanzpolitisch stabilsten Länder in der EU, jedoch bestehe die Gefahr, dass die derzeit unruhige Situation an den Börsen längerfristig auch die deutsche Konjunktur beeinträchtigt und somit das soziale Sicherungssystem in Deutschland gefährde, so der Europaabgeordnete. Außerdem, so Balz weiter, dürfe der Euro als Währung in Deutschland nicht in Frage gestellt werden. Nur mit einer gemeinsamen europäischen Währung könne Deutschland seine starken EU-Exporte aufrecht erhalten und Arbeitsplätze in Deutschland sichern. Gerade Deutschland habe daher ein vitales Interesse am Erhalt der Währungsunion, doch sei die Stabilität des Euro essentiell. Die Europäische Zentralbank (EZB) war während der Krise mehrfach als Retter für verschuldete Staaten eingesprungen. Mittelfristig müsse sie jedoch zu ihrer eigentlichen Kernaufgabe, die Stabilität des Euro zu gewährleisten, zurückkehren, so Balz, und daher derzeit vor allem einer möglichen Inflation entgegenwirken.
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Stabiler Euro nötig
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