1. Rampen, Rundborde und Parkplätze

    Lauenau stellt erste Pläne für Umgestaltung der Ortsmitte vor / Bauarbeiten im Jahr 2012

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    LAUENAU (al). Nach der Erneuerung von Rodenberger Straße und "Rundteil" steht ein weiterer großer Bereich in der Lauenauer Ortsmitte vor massiven Veränderungen. Im Jahr 2012 bestimmen Bauarbeiten im Abschnitt zwischen "Grönenhof" und der Brücke über die Mühlenaue sowie in Teilen der Langen Straße das Bild. Mit der Sanierung sollen Hochborde durch Rundborde ersetzt werden sowie neue Parkflächen, mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer sowie ein verkehrsberuhigter Eindruck entstehen. Wenn Hauseigentümer zu eigenen Investitionen bereit sind, könnten bisherige Stufen zu den Ladentüren durch Rampen ersetzt werden.

    Vor rund 50 Zuhörern stellte Gemeindedirektor Uwe Heilmann in einer öffentlichen Sitzung des Bau- und Planungsausschusses die ersten Zeichnungen vor. Ein Beschluss war nicht vorgesehen. Es sollten nun Anregungen gesammelt werden, bis am 30. November der Ausschuss in der dann neuen Wahlperiode zusammentrete, um über das Konzept zu beschließen. In der Sache selbst gab es wenige Anregungen bis auf eine generelle Kritik an dem Gesamtprojekt überhaupt: Warum müsse etwas verändert werden", rügte eine Fragestellerin, "der Flecken ist doch auch so schön genug". Heilmann wie auch CDU-Sprecher Karl-Heinz Strecker verwiesen auf die jetzt vier Jahre andauernde Diskussion um Veränderungen in der Verkehrsführung: "Jetzt kriegen wir endlich Zuschüsse" betonte Strecker, "dann wollen wir uns jetzt auch weiterentwickeln". Aus den Fördermitteln von Bund und Land darf der Flecken 4,5 Millionen Euro erwarten, die den Gesamtaufwand zu etwa zwei Drittel finanzieren. Der Rest finanziert weitgehend Lauenau; einen Teilbetrag müssen jedoch die Anlieger durch die Straßenausbaubeitragssatzung aufbringen.

    Fahrbahnen und Gehwege könnten die gleichen Farbakzente in der Oberfläche erhalten wie derzeit das "Rundteil". Weil in der Marktstraße die Parkplätze in Schrägaufstellung wegfallen müssen, sind neue Stellflächen im rückwärtigen Bereich der Marktstraße vogesehen. Sie werden durch eine Passage mit der Marktstraße verbunden. Eine solche direkte Zuwegung sei auch für die Coppenbrügger Landstraße denkbar. Doch bedürfe es dazu der Mitwirkung eines Anliegers, der eine in Frage kommende Parzelle aber nicht verkaufen will. Zur Verkehrsberuhigung sollen neben dem veränderten Fahrbahnbelag Querungshilfen in Form einer Mittelinsel beitragen. Der Forderung aus der CDU-Fraktion nach einem Zebrastreifen erteilte der anwesende Verkehrsplaner Lothar Zacharias eine Absage: Dieser gebe nur "eine Scheinsicherheit". Weitaus besser seien gestalterische Maßnahmen und "gute Sichtverhältnisse". Im Zuge der Sanierung könnte der Flecken auch "barrierefrei" werden, zeigte Heilmann auf. Doch bedürfe es dazu der Mitwirkung der Hauseigentümer. Es sei vorstellbar, anstelle der bisherigen Stufen zu den Ladentüren kleine Rampen zu bilden. Unterschiedliche Höhen ließen sich zum Beispiel mit Pflanzkübeln eingrenzen. Der Ausbau im Teilbereich der Coppenbrügger Landstraße soll im Frühjahr 2012 beginnen und sich im Juli in der Marktstraße fortsetzen. Die neuen Parkplätze, für die die bisherige Einbahnregelung in einem Teilbereich der Lange Straße aufgehoben wird, könnten bis Ende 2012 entstehen. In 2013 folgt der nächste Sanierungsschritt mit einer optischen Neugestaltung rund um die St. Lukas-Kirche und dem letzten Teilstück der Coppenbrügger Landstraße bis zur Einmündung Carl-Sasse-Straße. Während die Zuhörer die vorgestellten Pläne bis auf einige Detailfragen weitgehend unkommentiert ließen, übten sie heftige Kritik an anderen aktuellen kommunalen Maßnahmen wie der Aufstellung weiterer Garagen und dem vorgesehenen Abriss eines Fachwerkgebäudes in der Langen Straße. Darüber berichtet das SW an anderer Stelle. Foto: al

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