STADTHAGEN (bb). Im Rahmen der Interkulturellen Wochen hat die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Stadthagen zu den Tagen der offenen Moschee geladen. Interessierte hatten über drei Tage die Möglichkeit, die Aksa-Moschee in der Enzer Straße bei Führungen kennen zulernen und sich ein wenig mehr mit muslimischer Kultur vertraut zu machen. Nebenbei konnten sie türkische Spezialitäten kosten.
Mehmet Yabbas von der Türkisch-Islamischen Gemeinde hielt fest, dass sich allgemein ein großes Interesse an den Führungen durch das Gotteshaus entwickelt habe.
Mittlerweile hätten sich vier Mitglieder der Gemeinde zu sogenannten Dialog-Beauftragten weitergebildet, um Gäste gekonnt über die Moschee und religiöse Hintergründe zu informieren. Schulklassen im Rahmen des Religionsunterrichtes, Kindergärten, ebenso Gruppen wie etwa die Landfrauen oder Austauschschüler würden die Gelegenheit zum Besuch außerhalb der Tage der offenen Moschee nutzen.
"Mir macht es Spaß, den Leuten die Räumlichkeiten zu zeigen und mich mit ihnen über Religion auszutauschen", erklärte Mehmet Yabbas. Ziel sei es dabei auch, den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild vom Islam zu verschaffen, jenseits einer öffentlichen Debatte, die sich in diesem Zusammenhang oft auf die Themen Terrorismus und Extremismus verenge.
Interessierte können sich bei Wunsch nach einer Führung unter 0172/1755743 gern bei Mehmet Yabbas melden, die Gruppe sollte dabei möglichst eine Größe von mehr als zehn Teilnehmern erreichen.
Bei den Führungen erfahren die Besucher auch etwas über die Teile des Gebäudes, die außerhalb der eigentlichen Gebetsräume liegen.
Da ist die Bücherei, die mit einer Vielzahl von religiösen Werken aber auch Büchern zu anderen Themen ausgestattet ist. Räume werden zum Religionsunterricht für die Jugendlichen genutzt.
Außerdem bieten jeden Sonnabend junge Gemeindemitglieder, zumeist Abiturienten, Nachhilfeunterricht für mittlerweile rund 35 Kinder von der dritten bis zur neunten Klasse an. Eine Reihe der Nachhilfeschüler berichte über eine Verbesserung ihrer Zensuren, hielt Mehmet Yabbas fest.
Treffen weitere Jugendgruppen, etwa einer Mädchengruppe, kommen zum Angebot hinzu.
Die Türkisch-islamische Gemeinde habe mittlerweile rund 130 Mitglieder, die Möglichkeit zum Gebet in der Moschee in der Enzer Straße nutzen jedoch weit mehr Muslime, so Mehmet Yabbas. Foto: bb