1. Versäumnisse in frühen Kindheitsjahren können später nur selten aufgeholt werden

    Kinderschutzbund lädt am 13. Oktober zu Vortrag über Familienpaten in Bünde ein / Bedeutung wächst

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    RINTELN (km). Die Schwangerschaft und die erste Zeit nach der Geburt sind für Eltern Lebensphasen mit vielfältigen Herausforderungen und emotionalen Belastungen. Wo es die Großfamilie alter Prägung nicht mehr gibt, die Halt und Orientierung bieten kann, gewinnen Hilfsangebote von Ehrenamtlichen für junge Familien immer stärker an Bedeutung. In diesem Zusammenhang lädt Albrecht Schäffer vom Kinderschutzbund alle Interessierten am kommenden Donnerstag, dem 13. Oktober, zu einem Vortrag von Annette Hartwig über die Familienpaten in Bünde ein.

    Die Veranstaltung in der Volkshochschule an der Klosterstraße 26 beginnt um 15 Uhr. In ihrem Vortrag wird Annette Hartwig das Konzept und die Erfahrungen der Familienpaten in Bünde vorstellen und anhand von Fallbeispielen beschreiben, was die Ehrenamtlichen in den Familien tun. Begleitet wird die Referentin von Nicole Lübeck, einer ehrenamtlich tätigen Familienpatin, die schildern wird, wie sie zu ihrem Amt gekommen ist und welche Erfahrungen sie bei der Betreuung von Familien gemacht hat.

    Anlass für den Vortrag ist eine neue Schulung, die der Kinderschutzbund ab dem dritten November bei der Volkshochschule anbietet.

    "Wer daran interessiert ist, sich als Familienpate für Rintelner Familien zu engagieren, der kann sich bei dem Vortrag einen Eindruck davon verschaffen, wie ehrenamtliche Unterstützung von Familien aussehen kann," bekräftigte Albrecht Schäffer, der Leiter des Rintelner Projektes. Nach dem Vortrag bestehe auch Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich über die Tätigkeit und die Schulung detailliertzu informieren.

    Wer am nächsten Donnerstag keine Zeit hat, der kann sich auch direkt unter der Telefonnummer 05751/965218 bei Albrecht Schäffer melden (montags bis freitags von zehn bis 14 Uhr).

    Der Kinderschutzbund hatte das Familienpaten-Projekt im September 2008 gestartet. Gegenwärtig werden 25 Rintelner Familien mit bis zu vier Kindern regelmäßig besucht und unterstützt.

    Das Angebot ist freiwillig und dank der finanziellen Unterstützung aus öffentlichen Mitteln kostenlos. Als eine Form der "Frühen Hilfen" soll mit dem Projekt "auf dem Wege frühzeitiger, niederschwelliger Unterstützung erreicht werden, dass Eltern im Familienalltag unterstützt werden und ihre Kinder eine verlässliche Bezugsperson erhalten", so Albrecht Schäffer.

    Hinter dem Ansatz stehe die Erfahrung, dass Versäumnisse in den frühen Kindheitsjahren später nur schwer wieder aufgeholt werden können.

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