STADTHAGEN (bb). Beim Biergenuss kämen zum guten Geschmack angenehme Nebenwirkungen, hielt der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann in seiner Rede beim Stadthäger Bockbieranstich fest. Mit ausreichender Menge trete der Effekt des "Schöntrinkens" ein, erklärte der Christdemokrat. Dies könne gerade im Bereich der Spitzenpolitik heilsame Wirkung haben. "Hier muss ich auf die Bundes-FDP zu sprechen kommen", so Althusmann. Gründlich zog der Kultusminister anschließend die in der Wählergunst abgestürzten Liberalen durch den Kakao. Die FDP brauche den Papst, schließlich komme der stets dahin, wo "die Not am größten ist". Die Wiedereinführung der gelben Telefonzellen biete sich an, in diesen könnten die FDP-Ortsverbände ihre Versammlungen veranstalten. Das Projekt 18 Prozent sei ein großes Missverständnis, hier sei nämlich das Komma verrutscht. Nach einigen Seitenhieben auf andere Parteien kehrte Althusmann zum Thema Bier zurück.
Die Wissenschaft habe kürzlich ein verbreitetes Gegenargument zum Gerstensaft entkräftet. Eine repräsentative Studie habe längst erwiesen, dass der Bauchumfang nicht mit dem Bierkonsum im Zusammenhang stehe. Mehr auf Seite 5.Foto: bb