1. Noch ruht alles im Ortsarchiv

    Apelerner Heimatchronist Friedrich Judas sucht Nachfolger

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    APELERN (al). Der Apelerner Ortschronist Friedrich Judas will alles daran setzen, dass die lokale Historie nicht in Vergessenheit gerät. Seit rund 20 Jahren sammelt er Unterlagen, nachdem er ein umfangreiches Chronikbuch zum 1150-jährigen Bestehen der Gemeinde zusammen gestellt hatte. Doch jetzt ist der 85-Jährige zum Aufgeben verpflichtet: Der Arzt hat ihm die weitere Arbeit verboten: Nur noch eine Stunde am Tag dürfe er sich dem Studium und der Verwaltung der Akten widmen: "Da lohnt noch nicht mal das Anfangen", ärgert sich der ehemalige Straßenbau-Beamte.

    Deshalb sucht er händeringend einen Nachfolger. Diesem möchte er den Start so gut es geht erleichtern. "Alle Akten sind beschriftet; Inhaltsverzeichnisse angelegt", beschreibt er die Arbeit der vergangenen Monate: "Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Organisator." Denn es seien weniger Forschungen zu betreiben als vielmehr Sortierarbeiten.

    Es lägen eine Menge Zeitungsausschnitte, Urkunden, Verträge und auch Bilder vor, die nur themengerecht verwaltet werden müssten. Die Sammlung soll dazu dienen, spätere lokale Forschungen zu erleichtern. Diese könnten dann die bereits vorhandene Apelerner Chronik ergänzen.

    Bislang ist Judas’ Suche vergeblich gewesen. Bürgermeister Heinrich Oppenhausen hat er schon um Hilfe gebeten. Auch beim Verein für Heimatpflege und Fremdenverkehr wurde er vorstellig. "Es geht doch nicht um mich, sondern um die Sache", betont er.

    Und so hofft er, dass der Ruhezustand der vielen Unterlagen im Besprechungsraum des Dorfgemeinschaftshauses bald ein Ende hat: "Es wäre wirklich schön, wenn es im Herbst und Winter wieder weiterginge."

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