1. Alles unter einem Dach

    Das Familienzentrum in der Ostertorstraße ist eröffnet

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    RINTELN (ste). Ursprünglich aus einem Konzept des Kinderschutzbundes Rinteln entstanden, ist im Dezember 2008 das Familienbüro mit den drei Säulen Information, Familienberatung und Familienpatenprojekt in der Klosterstraße eröffnet worden. Seit fast drei Jahren arbeitet das Familienbüro nun erfolgreich in gemeinsamer Trägerschaft des Kinderschutzbundes Rinteln e.V. und der Stadt Rinteln für und mit Rintelner Familien. Diese Zusammenarbeit wird jetzt in der "Kulisse", Ostertorstraße 2, als Familienzentrum fortgeführt.

    Mit den neuen Räumlichkeiten kommt auch ein neues Logo in knallrot für das von weitem erkennbare Familienzentrum. Alle Ansprechpartner sind hier unter einem Dach und es gibt keine räumliche Trennung mehr. Neben dem Familienbüro und der Stadtjugendpflege sind die Bereiche Kindertagesstätten, Beratung und Sprachförderung unter der Gesamtleitung von Mareen Fennert als Familienzentrum zusammengeführt worden. "Die vielen inhaltlichen Berührungspunkte und bereits bestehenden Kooperationen haben uns zur Aufhebung der räumlichen Trennung dieser Bereiche veranlasst. Eltern sollen zukünftig alle Ansprechpartner unter einem Dach finden, damit das vielfältige Angebot noch leichter zugänglich ist und eine passgenaue Unterstützung schnell und unkompliziert erfolgen kann", so Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz bei der Eröffnung. Was anfänglich einmal den Kinderschutzbund Rinteln dazu bewog, ein Konzept zur Unterstützung von Familien auf den Weg zu bringen, ist heute aktueller denn je. Eltern und Kinder stehen vor vielen, unterschiedlichen Herausforderungen im Familienalltag.

    Erziehung und Bildung sind vielschichtiger geworden. Einflüsse aus dem sozialen Umfeld und den Medien nehmen zu. "Aber auch die Anforderungen der Berufswelt sind vielfältiger geworden. Von Berufstätigen wird erwartet, dass sie flexibel und mobil sind.

    Frauen können und wollen sich nicht mehr zwischen Beruf und Familie entscheiden", so Buchholz weiter.

    Die Familien mit einem Migrationshintergrund stehen vor noch komplexeren Herausforderungen. Mit den veränderten Anforderungen an ein gelingendes Familienleben werden Familien oft nicht mehr alleine fertig und benötigen Unterstützung von außen. "Dies ist auch kommunale Aufgabe, in Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Angebote bereitzustellen, die sich an den Bedürfnissen von Eltern und Kindern orientieren, damit die Balance von Beruf und Familie gelingt und alle Kinder optimale Bildungschancen und Entwicklungsmöglichkeiten bekommen", so Rintelns Bürgermeister.

    Dirk Ackmann als zweiter Vorsitzender des Kinderschutzbundes, gratulierte zu diesem wichtigen Schritt in die Zukunft für leichtere Zugänglichkeit und passgenaue Unterstützung auf eine witzige und humorvolle Art, ähnlich eines Kindergeburtstages.

    Foto: ste

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