RINTELN (km). Die Rintelner Grünen weisen die jüngsten Äußerungen der CDU zur Oberschule als "billige Propaganda" zurück.
"Auch noch so viele Pressemitteilungen der CDU können nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Elternwillen von CDU und FDP mit Füßen getreten wird," so Ursula Helmhold, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat.
Bei der Befragung im Jahre 2009 hätten sich immerhin 39,2 Prozent der Rintelner Eltern für den Besuch einer IGS durch ihr Kind ausgesprochen. "Durch die unsinnige Vorgabe der Fünfzügigkeit über 14 Jahre für neue Integrierte Gesamtschulen hat die schwarz-gelbe Landesregierung den von den Eltern im Landkreis gewünschten Ausbau systematisch verhindert," kritisierte Ursula Helmhold. Später habe der Kultusminister dann die "Oberschule" aus dem Hut gezaubert - gegen den Widerstand vieler Verbände. Diese sei aber, entgegen allen treuherzigen Beteuerungen, kein Erfolgsmodell, sondern "der hilflose Versuch, auch bei zurückgehenden Schülerzahlen das ungerechte gegliederte Schulsystem aufrechtzuerhalten". Die Eltern wünschten sich eine Schule, die die Bildungswege ihrer Kinder wirklich offen halte. Es sei eine eklatante Ungleichbehandlung, wenn die Landesregierung weiterhin an hohen Hürden für die Errichtung von Gesamtschulen festhalte, zugleich aber Minioberschulen eine Genehmigung erteile. "Statt die Oberschule schön zu reden sollten Frau König und die CDU den Rintelner Eltern lieber mal erklären, wieso die CDU-Landesregierung den Wunsch der Eltern nach einer IGS in Rinteln an der Hürde der Fünfzügigkeit scheitern lässt, gleichzeitig aber in Bückeburg eine einzügige IGS genehmigt hat," empfahl Ursula Helmhold abschließend.