RINTELN (ste). Einmal durch Wesergolds Produktionshallen und wieder zurück - zu Fuß, mit Mütze und weißem Kittel. Um sich über die Firmenentstehung und ihre Entwicklung zu informieren und gleichzeitig auch einen Blick hinter die Kulissen des Fruchtsaftkonzerns zu werfen, lud die Schaumburg-Deutsch-Amerikanische-Gesellschaft (SDAG) ihre Mitglieder jetzt zu einer Betriebsbesichtigung ein.
30 Teilnehmer waren mit dabei und wurden von Heinrich Requadt von der Firma Riha in Empfang genommen.
Not macht erfinderisch, so stellte Requadt die Firmengeschichte vor. Im Falle von Richard Hartinger sen. war diese "Not" sein großer Durst, den die starke Hitze bei seiner Arbeit als Glasbläser verursachte. Seine Lösung: Apfelsaft, den er aus den reichlich vorhandenen Äpfeln zunächst für den Eigenbedarf selbst presste. Dafür baute er eine einfache Handpresse - eine Entwicklung, der viele weitere folgen sollten. 1934 wurden schließlich erstmals kommerziell Erfrischungsgetränke durch ihn hergestellt, mittlerweile führt Richard Hartinger jun. in der dritten Generation das Unternehmen, so dass die Unternehmensführung weiter in Familienhand liegt. Treppauf, treppab ging die Führung über das riesige Firmengelände. Vorbei an vollautomatischen Abfüll- und Verpackungsstrassen bis hin zum vollautomatische Hochregallager. Die Besucher erfuhren, dass das hauseigene Labor ständig alle Produkte auf Reinheit kontrolliert und so erstklassige Qualität garantiert. Auch Glas-Mehrweg- und PET-Cycle-Flaschen als Mehrweg-Systeme sowie Kartonverpackungen werden direkt im Werk in Rinteln produziert.
Die Ausmaße des Werkes übersteigen die Vorstellungskraft - neben einer Produktionsfläche von über 32.000 qm stehen heute 60.000 Palettenstellplätze in Regallägern, über 80.000 qm Freilager sowie 27 Millionen Liter Tankraum zur Verfügung. Produziert wird hier die gesamte Palette von nichtalkoholischen Getränken mit rund 500 verschiedenen Produkten. Wie die Besucher erfuhren, produziert RIHA an fünf weiteren europäischen Standorten sowie in Costa Rica. In knapp zweieinhalb Stunden Rundgang erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes.
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