BAD NENNDORF (pd). Der Umbau des ehemaligen Vereinsheimes an der Bahnhofstraße in ein Mehrgenerationenhaus (MGH) beschäftigte den Jugendausschuss der Stadt Bad Nenndorf. Nach einer Überarbeitung der Pläne auf Veranlassung des Verwaltungsausschusses (VA), die der Architekt Uwe Wollmann erstellt hatte, ging es jetzt darum, einige von der "Interessengemeinschaft Vereinsheim" (IGV) eingebrachte Änderungswünsche darin zu berücksichtigen.
Die Konsequenz aus VA-Vorgaben vom Juni standen unter anderem in der Jugendausschusssitzung zur Diskussion: Im ehemaligen Gastraum im Obergeschoss würde die Küche wegfallen und dem VfL Bad Nenndorf würde nur noch eingeschränkter Platz für die Büroarbeit zur Verfügung stehen. Im Gegenzug sollte für das Jugendzentrum im Obergeschoss ein Internetcafé eingerichtet werden.
"Das, was im VA besprochen worden ist, hat der Architekt als Änderungen mit eingeflochten. Jetzt geht es darum, zeitnah über diese Dinge zu diskutieren", erklärte Stadtdirektor Bernd Reese zur Einleitung in die Debatte.
Bis Ende des Jahres soll das Mehrgenerationenhaus im Betrieb sein. Im Juli hatte sich die Fraktionen für eine Überplanung des Gebäudes ausgesprochen. "Es besteht ein hoher Handlungs- und Erwartungsbedarf", fuhr Reese fort. Jetzt würde es darum gehen, das Haus zukunftsträchtig mit neuem Leben zu erfüllen.
Eine Gaststätte ohne Küche, so wie es der Architekt in seinen überarbeiteten Plänen vorstellte, mache keinen Sinn, kam die deutliche Kritik von Seiten der IGV. Sprecher Otto Tatge präsentierte eine Liste von zehn Punkten, in der verschiedene Forderungen zusammengestellt waren.
Die IGV habe sich immer produktiv in alle Vorgespräche mit eingebracht und nun fordere man, dass auch bestimmte Vorstellungen ihre Berücksichtigung finden werden.
So zum Beispiel der Bau einer zusätzlichen Garage für die VfL-Schwimmabteilung oder den Umbau des Gaststättenraumes mit angrenzender Küche und Lagermöglichkeit für Getränke. Private Feiern seien nicht vorgesehen, wohl aber eine grundsätzliche Belebung das gesamten Gebäudes.
Den Wunsch nach weiteren Büroräumen untermauerten Volker Thies, Vorsitzender des VfL Bad Nenndorf, und Geschäftsführerin Silke Engelking. Derzeit teile man sich in der Vereinsverwaltung zu viert einen Arbeitsplatz. Das sei auf Dauer nicht zumutbar, zumal die Anforderungen an den großen Verein von Jahr zu Jahr steigen würden und die gesamte Organisationsarbeit "nicht vom Wohnzimmer aus" geleistet werden könne, wie Silke Engelking deutlich machte.
Ihrem Vorschlag, das geplante Internetcafé fürs Jugendzentrum in einem Raum einzurichten, der durch den Abriss einer Treppe in der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Erdgeschoss entsteht, konnte sich schließlich auch Jugendzentrumsleiter Moran Dzang anschließen. Auf Vorschlag von Cornelia Jäger (CDU) sollen Jugendzentrum und andere Nutzer des MGH einen Gruppenraum gemeinsam als Küche nutzen. Im Gegenzug soll dem Jugendzentrum der kleinere der beiden Sitzungsräume im ersten Stock für Aktivitäten zugeschlagen werden.