RINTELN (km). Zum einem Besuch ihres Pendant-Vereins in Bad Pyrmont begaben sich jetzt Mitglieder der Rintelner Senioren-Union. Von dem Pyrmonter Vorsitzenden Werner Lange ließ sich die Gruppe um den Rintelner Vorsitzenden Dieter Edler zunächst auf einen historischen Rundgang durch die prächtige Innenstadt des niedersächsischen Staatsbades "entführen".
Zum besseren Verständnis von Details bekamen die Teilnehmer sogar einen entsprechenden schriftlichen Leitfaden überreicht. Darin wurde deutlich, dass die Ursprünge Pyrmonts im Mittelalter liegen. Bereits im Jahr 1184 tauchte Pyrmont erstmals in historischen Aufzeichnungen auf. Die genaue Herkunft des Namens ist allerdings offenbar immer noch nicht geklärt. Verbrieft ist indessen, dass Germanen und Römer die Quellen des heutigen Heilbades bereits im ersten bis dritten Jahrhundert zu schätzen wussten.
Einen besonderen Hinweis erhielten die Teilnehmer über die einst "wundertätige" Quelle "Hyllige Born", die in den Jahren 1556/57 als "Wundergeläufs" von über 10.000 Menschen aus ganz Europa besucht wurde. Direkten Kontakt mit der "Arznei" bekamen die Rintelner in der berühmten "Wandelhalle", wo alle genutzten Heilwässer ausgeschänkt werden.
Beeindruckt zeigten sich die Senioren weiterhin von der "Hauptallee" mit der "Großen Fontäne", dem 1818 erbauten "Schauspielhaus" (Kurtheater) mit 330 Sitzplätze sowie zahlreichen weiteren geschichtsträchtigen Gebäuden - und natürlich dem prächtigen Kurpark.
Zu den berühmtesten Gästen des Heilbades zählten übrigens neben dem russischen Zar Peter der Große und Friedrich dem Großen auch der "Dichterfürst" Johann Wolfgang von Goethe.
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