RINTELN (ste). "Die IGS ist der Schulwunsch der Eltern für ihre Kinder, auch wenn der Weg nach Obernkirchen weit ist." Mit dem beginnenden Schuljahr werden insgesamt 30 Kinder, die die Grundschule in Deckbergen besucht haben, auf die IGS nach Oberkirchen gewechselt haben. Diese Mitteilung machte jetzt Ortsbürgermeister Eckhard Hülm, der auch Mitglied des Kreistages Schaumburg ist, der SPD Fraktion im Ortsrat Deckbergen-Schaumburg-Westendorf. Hülm wies aber auch daraufhin, dass längst nicht allen Wünschen nach einer Beschulung auf der IGS entsprochen werden konnte. So seien von den 13 Bewerbungen aus der GS Deckbergen nur neun angenommen worden. Insgesamt habe es von allen Rintelner Grundschulen 50 Bewerbungen gegeben, von den 37 zum Besuch der IGS führen. Für die GS Deckbergen bedeute, dass etwa ein Drittel der örtlichen Anträge nicht berücksichtigt werden konnten, da es aufgrund der ablehnenden Haltung der Landesregierung im Landkreis Schaumburg immer noch zu wenige Plätze an Gesamtschulen gibt. Kreisweit gab es für die insgesamt 550 Plätze 730 Bewerbungen. Dies zeige eindeutig, dass die Absicht des Landkreises in Rinteln und Lindhorst zwei weitere IGS einzurichten, dem Elternwillen entspreche. Es sei geradezu grotesk, dass der Landkreis Schaumburg für die Einrichtung der IGS‘en den Klageweg beschreiten muss und als Zwischenlösung gehalten sei, Oberschulen einzurichten.
Obwohl die Landesregierung die Oberschule als die Lösung der Schulprobleme verkaufe, sei die Einrichtung eines gymnasialen Zweiges an der Oberschule mit Hürden versehen. So verlange das Land einen Nachweis, dass die erforderliche Mindestschülerzahl auf zehn Jahre vorhanden sei. Da der Großteil dieser Kinder noch nicht einmal eingeschult wurde und Schulempfehlungen erst in der 4. Klasse erfolgen, zeige dies die Absurdität der Vorgabe. Dennoch komme der Landkreis als Schulträger nicht an einer Befragung der Eltern vorbei und werde daher unmittelbar nach Schuljahresbeginn die Eltern der Kinder der 3. und 4. Klassen in Rinteln und im Auetal befragen. Hierzu werden Ende August durch den Landkreis Informationsveranstaltungen in den Grundschulen erfolgen.
Die Nachfrage nach Ganztagsangeboten wird weiterhin zunehmen. "Wir werden daher gehalten sein, dass Ganztagsangebot auch in den Kindergärten und Grundschulen weiter auszubauen", war das Fazit der Ortsratsfraktion nach einer allgemeinen Aussprache über die Angebote der örtlichen Grundschule und des örtlichen Kindergartens.