RINTELN (ste). Dr. Ernst Krukenberg war im zweiten Weltkrieg Oberstabsarzt in den Rintelner Lazaretten und gehörte neben Friedrich-Wilhelm Ande zu denen, die sich persönlich für die Freilassung von amerikanischen Parlamentären einsetzten, um eine vergeltenden Bombardierung Rintelns nach der Festnahme durch den Rintelner Kampfgruppenkommandanten Picht zu verhindern. Nach dem Krieg engagierte er sich als Friedenskämpfer. Die Stadt Rinteln will nun sein Grab nach Ablauf der Nutzungsrechte im Jahr 2020 als Ehrengrab weiter pflegen und eine Gedenktafel aufstellen. Einem weiteren verdienten Rintelner Bürger soll ebenso intensiver als bisher gedacht werden. Carl Wilhelm Wippermann gehört zu den bedeutendsten Verfassungskämpfern Hessens. Wippermann wurde 1800 in Rinteln geboren und verstarb auch hier im Jahr 1857. Als hochgeachteter Redner, Anwalt, Stadtsekretär und späterer Bürgermeister setzte sich Wippermann vehement für die Verabschiedung der hessischen Verfassung ein und wurde 1835 überraschend zweiter Bürgermeister Kassels. 1848 wurde er in das hessische Finanzministerium berufen. Allerdings musste er sich 1850 nach dem Scheitern der Revolution aus der Politik zurückziehen, nachdem der berüchtigte reaktionäre Innenminister Ludwig Friedrich Hassenpflug erneut an die Spitze der Regierung trat. Wippermanns Grabstein, ein schlichtes Steinkreuz mit seinem Namen, soll auf dem Seetorfriedhof wieder mehr in Geltung gesetzt werden.Foto: privat
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Ein Ehrengrab für Dr. Ernst Krukenberg
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