SAMTGEMEINDE RODENBERG (pd). Im Mai ist in einer Sitzung von Trinkwasser-Schutz-Kooperation "Nordschaumburg" und "Rodenberg" der Zusammenschluss zur neuen Kooperation "Trinkwasserschutz Schaumburg" beschlossen worden. Damit wird der vorbeugende Trinkwasserschutz für den Zeitraum 2011 bis 2015 in den Wasserschutzgebieten der Samtgemeinde Rodenberg und des Wasserverbandes Nordschaumburg auf eine neue Basis gebracht. Die Unterzeichnung des Rahmenvertrages ist jetzt im Wasserwerk Billerbach in der Gemeinde Apelern unterzeichnet worden.
Rund 3550 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche werden damit vom Trinkwasserschutz erfasst. Die Kooperation umfasst die Schutzgebiete Altenhagen II, Feggendorf, Hohenholz, Lauenau, Ölbergen/Bodenengern, Riesbachtal und Rolfshagen. Das Wasserschutzgebiet insgesamt erstreckt sich über eine Fläche von 6000 Hektar. Durch die Schutzvereinbarungen soll die Trinkwasserqualität gesichert und im günstigsten Fall sogar verbessert werden. Durch die Vereinbarung mit dem Land Niedersachsen wird die neu gegründete Kooperation bis zum Jahr 2015 eine Finanzhilfe von etwas mehr als eine Million Euro erhalten.
Kernstück des Schutzkonzeptes wird sein, mit den Landwirten durch den Abschluss freiwilliger Vereinbarungen wie zum Beispiel Begrünungsmaßnahmen, Zwischenfruchtanbau, Gewässerrandstreifen oder reduzierten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, die durchweg gute Rohwasserqualität in den 17 Brunnen und Quellen zu sichern.
Weit mehr als die Hälfte der Finanzmittel steht für diese Maßnahmen zur Verfügung.
Die Landwirte werden von den beauftragten Beratungsunternehmen - der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Abteilung Wasserschutz in der Bezirksstelle Hannover und Fachingenieuren - im vorbeugenden Grundwasserschutz umfassend beraten. Diese Beratung setzt die bereits 1994 in den Schutzgebieten Riesbachtal und 1997 in Hohenholz begonnene Zusammenarbeit mit den Landwirten fort, die 2003 auch in den Wasserschutzgebieten der Samtgemeinde Rodenberg aufgenommen wurde.
Nach einer Begehung des Wasserwerkes Billerbach ist der Vertrag mit den beteiligten Partnern unterzeichnet worden. In der Begrüßung und in kurzen Stellungnahmen bekräftigten alle Beteiligten den festen Willen, den Schutz des Grundwassers und damit des Trinkwassers - als Lebensmittel Nummer 1 für die Menschen unverzichtbar - auf einen langen Zeitraum sicherstellen zu wollen. Foto:pd