1. Fledermäuse spielen nachts die Hauptrolle

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    REHREN a.R. (pd). Die Naturschutzgruppe der Dorfgemeinschaft Rehren hatte zu einer Fledermausnacht eingeladen und konnte dafür den ausgewiesenen Experten Bernd Kerber gewinnen. 40 Erwachsene und Kinder fanden sich auf dem Sportplatz ein, um einige spannende und lehrreiche Stunden rund um das Thema "Fledermaus" zu erleben.

    Der Experte informierte ausführlich über die beliebten Nachtschwärmer, wusste viel über ihre Besonderheiten zu berichten. Wie von ihm zu erfahren war, dient das "Jahr der Fledermäuse" dem Zweck, eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit für die Bedeutung des Fledermausschutzes zu schaffen. Auch die Zuhörer erfuhren einiges über die unersetzbare Rolle, die die Fledermäuse im Ökosystem spielen. Nach der lehrreichen Einführung ging es mit dem Wagen der Landjugend durch das Dorf zum Hof der Familie Hasse. In der Scheune sollten die Tiere in Natura beobachtet werden. Weil sich die Hauptdarsteller aber noch etwas zierten, blieb Zeit für das "Gummibärchenspiel". Ziel des Spieles war, die günstige Insekten-Fangtechnik der Fledermäuse zu veranschaulichen. Als Insekten dienten dabei die Gummibärchen. Die Jungen und Mädchen mussten diese mit dem Mund auffangen. Als die Fledermäuse dann endlich kamen, konnten die Teilnehmer über ein Spezialgerät, den so genannten Peterson-Detektor, ihre Orientierungs-, Fang- und Sozialrufe hören. Kerber bestimmte die beobachteten Arten als Großes Mausohr und Brustflügelfledermaus. Der Fachmann erklärte auch, dass eine hundertprozentige Bestimmung lediglich in der Ruhephase der Tiere im Wintequartier möglich sei. Der Abschluss fand auf dem Sportplatz statt, wo Kerber anhand eines Fledermausmodells über die Flugeigenschaften und die dabei erreichten Geschwindigkeiten referierte. Als besonderes "Bonbon" hatte er Fledermauskot dabei. Alle waren sich in der Einschätzung einig, dass dies noch übler sei als Hundekot. Mit kleinen Geschenken verabschiedete sich der Experte von der wissbegierigen Gruppe. Foto:privat.

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