1. Eine Schule tanzt und alle sehen dabei zu

    Schüler und Lehrer der IGS Schaumburg feiern ihr Jubiläum mit einem Flashmob auf dem Stadthäger Marktplatz

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    STADTHAGEN (nb). Nach und nach sammeln sich an die 1000 Kinder und Jugendliche auf dem Marktplatz. Im Schlepptau mehrere Erwachsene, ein LKW mit Soundanlage und ein wenig Geheimniskrämerei. Die Einkäufer, Cafébesucher und Spaziergänger zeigen sich erst noch irritiert und blicken sich fragend um.

    Aus den Boxen ertönt "On the Floor" von Jennifer Lopez und pünktlich um 11 Uhr geht es schließlich los und die Meute beginnt zu tanzen. Erst noch irritiert erklimmen die ersten Umstehenden ihre Sitzgelegenheiten um eine bessere Übersicht zu haben und genießen das Spektakel. Und nach knapp vier Minuten ist der ganze Spaß auch schon wieder vorbei. Was sich hier inmitten der Kreisstadt ereignet hat, war ein sogenannter "Flashmob", eine Horde von Menschen, die sich zu einer Aktion verabredet haben und damit anderen etwas zeigen oder sagen wollen.

    In diesem Fall die gesamte Schüler- und Lehrerschaft der IGS Schaumburg, die auf diese Weise mit den Bürgern und Besuchern von Stadthagen ihr Jubiläum "20 plus-minus" feiern wollte. "Das hat wirklich toll geklappt" freut sich Schulleiterin Doktor Astrid Budwach und blickt dabei in die Augen eines strahlenden Organisationsteams. Trotz großen Zeitdrucks haben die Schülervertreterinnen Jessica Miede, Amelie Schott, Saskia Miede und Referendarin Maria Karabela, als nebenberufliche Tanzlehrerin die Choreografin des Tanz-Auflaufs, die Vorbereitungen bestens gemeistert.

    Mit Hilfe aller Schüler, der Klassensprecher und der Lehrer, die bereitwillig die eine oder andere Stunde zum Üben zur Verfügung gestellt hatten, damit das "ehrgeizige Projekt" realisiert werden konnte. "Wir wollten damit das Wir-Gefühl der Schule hervorheben" erklärt Jessica Miede. Das Motto des IGS-Jubiläums und der dazugehörigen Projekttage, "Eine Schule - ein Team", wurde mit der Aktion auf eine zeitgemäße und öffentlichkeitswirksame Art und Weise nach außen getragen.

    Die Idee dazu war auf einer der letzten SV-Sitzungen entstanden. "Das war beeindruckend", berichtet Karabela, "die Leute sind aufgestanden und haben ihre Handys rausgeholt". Filmisch verewigt wurde dieses Ereignis auch seitens der Schule, der entsprechende Zusammenschnitt soll einer der Höhepunkte der Abschlusspräsentation der Projekttage sein. Jede Klasse hat sich daran mit vielen kreativen Ideen beteiligt und sich auf verschiedenen Ebenen engagiert. Eine Gruppe hat Gegenstände für eine Zeitkapsel zusammengetragen, die erst in 20 Jahren ausgegraben und wieder geöffnet werden darf, eine andere beschäftigte sich mit dem Erstellen eines Wunschbaums oder backten einen "Geburtstags"-Kuchen.

    Andere Schüler wühlten sich durch allerhand Archivmaterial, führten Interviews oder leisteten anderweitig Recherchearbeit - jeder auf seine Weise, aber als ein großes Team.Foto: nb

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