Möllring dazu: "Es ist in meinen Augen sehr wichtig, dass auch das Land – als Arbeitgeber – seiner Verantwortung für die Ausbildung des diesjährigen doppelten Abiturjahrgang gerecht geworden ist und ausreichende Ausbildungsplätze bereitgestellt hat". Die insgesamt dreijährige Ausbildung, die vor den zukünftigen Diplom-Finanzwirten liegt, verläuft dabei dual.
Dies bedeutet: 21 Monate verbringen die 136 jungen Frauen und 103 jungen Männer an der Steuerakademie Niedersachsen, um die notwendigen theoretischen Grundlagen zu erwerben.
Die restliche Zeit werden sie in die praktische Arbeit an Niedersachsens Finanzämtern eingebunden und von den dortigen Finanzbeamten ausgebildet.
Alle 57 niedersächsischen Finanzämter bilden in diesem Jahr jeweils zwei Nachwuchskräfte aus.
Möllring wies in seiner Rede auf die Veränderungen in der Steuerverwaltung hin, die die zukünftigen Diplom-Finanzwirte im Rahmen ihrer Ausbildung und danach erwarten werden. So steht zum Jahreswechsel die Einführung des IT-Verfahrens Konsens I – und damit die Umstellung der bisherigen niedersächsischen Automationsverfahren, mit dem Ziel einer bundesweiten Vereinheitlichung, auf eine steuerliche Datenverarbeitung an. Möllring hob weiter hervor, dass die Arbeit in der Steuerverwaltung die jungen Nachwuchskräfte auch auf Herausforderungen im Verhältnis zu den Steuerbürgern stellen werde. Dort gebe es naturgemäß ein Spannungsverhältnis zwischen staatlichen Besteuerungsansprüchen und den Rechten der betroffenen Bürger, das es mit dem notwendigen Feingefühl, aber auch eingedenk der Bindung an Recht und Gesetz zu lösen gelte.
"Ihr Handeln und Ihr Auftreten prägen das Bild der Menschen von unserer Verwaltung maßgeblich", sagte Möllring.