1. Blutspende seit 50 Jahren

    Pohler DRK wird von Jubiläum überrascht/Neuer Termin am Montag

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    POHLE (al). Der nächste turnusmäßige Blutspendetermin in Pohle am kommenden Montag, 15. August, ist ein ganz besonderer: Seit genau 50 Jahren bittet der hiesige DRK-Ortsverein Teilnehmer um einen Aderlass, um anderen Menschen nach Unfällen oder bei Operationen zu helfen. Vom Jubiläum ist der Vorstand völlig überrascht worden: Eigene Aufzeichnungen aus jener Zeit gibt es nicht.

    Dagegen führt der in Springe ansässige Blutspendedienst der Organisation ganz genau Buch. Und so gab er vor wenigen Tagen der verblüfften Vorsitzenden Gerda Wilkening den Hinweis, dass die fünf Jahrzehnte exakt voll sind. "Das hätten wir früher wissen müssen", ärgert sich diese. Wer die Pohler Rotkreuzlerinnen kennt, weiß, dass dann wohl eine ganze Menge mehr organisiert worden wäre.

    Doch auch so kann sich der Termin am Montag zwischen 16.30 und 19.30 Uhr sehen lassen. Jeder Spender soll ein kleines Geschenk erhalten, verspricht Wilkening und will bei allen Teilnehmern aus dem Geburtsjahrgang 1961 noch eine besondere Gabe drauflegen. Und damit auch aus allen anderen Altersgruppen das Interesse etwas steigt, winken bei einer Verlosung drei Einkaufsgutscheine im Wert von 10, 15 und 20 Euro. Zur Stärkung nach dem Aderlass haben sich die Helferinnen ebenfalls eine Spezialität ausgedacht: Ein "Sechziger Jahre Buffet" soll es sein.

    Alle Maßnahmen sind natürlich dafür gedacht, dass diesmal besonders viele Spender auch aus dem Umland nach Pohle kommen. Ob es ein Rekord wird, kann Gerda Wilkening aufgrund der vereinseigenen Aufzeichnungen der jüngeren Vergangenheit durchaus vergleichen. Schwieriger wird es da schon beim Blick auf die Anfänge des regelmäßigen Aderlasses. Aus jener Zeit weiß die Vorsitzende nicht einmal die Namen der Mitstreiterinnen. Natürlich ist sie sich sicher, dass die damalige Vorsitzende Else Koch und ihre eifrigste Helferin Charlotte Siebeneicher dabei gewesen sein müssen. Auch gibt es keine Unterlagen über die frühere Zahl der Teilnehmer. Letzteres wird sie vielleicht noch beim Blutspendedienst erfahren; aber Informationen, wie alles vor Ort abgelaufen sein könnte, dürfte sie allerhöchstens aus Pohle selbst erfahren. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand, der am Montag das Dorfgemeinschaftshaus aufsucht.

    Aber so war das wohl in früheren Zeiten: Da wurde angepackt, ohne dass es in den Vereinsunterlagen überhaupt vermerkt wurde. Die Aufzeichnungen, auf die der Vorstand zurückgreifen kann, beginnen erst viel später. So weiß Wilkening nicht einmal, wer bei den ersten Terminen vor jetzt fünf Jahrzehnten verantwortlich gewesen sein könnte. Bei Else Koch und Charlotte Siebeneicher ist sie sich da ganz sicher. Koch hatte nach dem Krieg über viele Jahre den Ortsverein geleitet, bis sie aus Altersgründen ihre Aufgabe in jüngere Hände gab. Vielleicht, hofft die heutige Vorsitzende, ergeben sich ja gerade beim Jubiläumstermin noch einige wichtige Hinweise.

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