RINTELN (km). Durchweg zufrieden zeigten sich die 240 "Studenten" der siebten Sommeruniversität mit dem Verlauf ihrer einwöchigen Probezeit in Rinteln, wie jetzt bei der Verabschiedung im Brückentor deutlich wurde. Zum Abschluss überreichten VHS-Direktorin Undine Rosenwald-Metz und Martin Beyersdorf, Leiter der zentralen Einrichtung für Weiterbildung an der Leibniz-Universität Hannover, den Teilnehmern ihre Testate.
Die Veranstaltung in Kooperation zwischen der Leibniz-Universität Hannover und dem Landkreis Schaumburg hatte den am Studieren interessierten d Schülern der Oberstufen Einblicke in die unterschiedlichsten Disziplinen und Themen geboten und ihnen Möglichkeiten der Studien- und Berufswahl aufgezeigt.
Insgesamt hatten sich für das siebte Studien- Kultur- und Freizeitprogramm mit seinen fast 100 Veranstaltungen erneut zahlreiche Teilnehmer eingeschrieben, die meisten aus der näheren Umgebung, einige aber auch von weit her - aus Polen, Holland, England und sogar aus der Türkei.
Die jungen Leute konnten aus einem breiten Spektrum von über 20 Fachrichtungen wählen. Über 30 Wissenschaftler brachten mit rund 70 Seminaren, Workshops und Informationsveranstaltungen Uni-Betrieb in die Weserstadt. Jeden Tag konnte ein anderes Fach studiert, Studienanforderungen erprobt und Hochschulalltag stressfrei erlebt werden.
Angeboten waren unter anderem Vorträge, Workshops und Seminare aus den Bereichen Geschichte, Philosophie, Psychologie, Pädagogik, Jura, Politik, Theologie, Wirtschaftswissenschaften, Kunst, Musik und Naturwissenschaften.
Und um die intellektuellen Bemühungen der Wissensdurstigen nicht ins Verbissenene abgleiten zu lassen, hatten die Veranstalter auch mit einem vielfältigen Freizeitprogramm aufgewartet. Für jene, die nach den vielen akademischen Aktivitäten leichten Stress verspürten, hatten die Organisatoren gesorgt: In verschiedenen Sporthallen konnten sich die Nachwuchs-Akademiker jeden Tag bei Badminton, Volleyball oder "Workout für alle" entspannen.
Einen guten Eindruck haben die jungen Leute in Rinteln allemal hinterlassen, fasste Undine Rosenwald-Metz bei der Verabschiedung im Brückentor zusammen. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz freute sich nachmalig über den angenehmen Effekt der duchschnittlichen Altersreduzierung im Stadtbild. Und Organisations-Leiterin Dunja Cordes zeigte sich regelrecht begeistert von dem ausgesucht gutem Benehmen der jungen Leute.
Die Tatsache, dass der Anteil an weiblichen Teilnehmern mittlerweile fast 80 Prozent erreicht hat, dürfte auch endlich eine "Paradigen-Wechsel" bestätigt haben: Frauen gab es an der original Rintelner Uni seinerzeit "selbstverständlich" gar nicht.
Auch die Tatsache, dass sich, wie bereits in den Vorjahren, einige Teilnehmerinnen selbst anboten, künftig als "Botschafterinnen" der Sommeruniversität an ihren Schulen für Rinteln zu werben, markierte einen weiteren Pluspunkt für die "Frauen auf dem Vormarsch". Foto: km